Öffentliche Stellungnahme zum Buch von Wilfried Plock

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Öffentliche Stellungnahme zum Buch „Warum ich weder Calvinist noch Arminianer bin“ von Wilfried Plock

(erschienen 2017 bei CMD)

Mit Bedauern haben wir als EBTC von dem neu erschienenen Buch von Wilfried Plock „Warum ich weder Calvinist noch Arminianer bin“ Kenntnis genommen.

Obwohl Wilfried vorgibt, mit diesem Buch die Gläubigen einen zu wollen, bewirkt er genau das Gegenteil.

Wer mit der Kirchen- und Theologiegeschichte vertraut ist, weiß, dass das von ihm aufgegriffene Thema durch die Jahrhunderte immer wieder zu Parteiungen und Streit unter Brüdern geführt hat. Das ist sehr bedauerlich und unnötig und es schadet der Sache unseres geliebten Herrn und Retters Jesus Christus.

Mangelhafte Recherche und falsche oder aus dem Zusammenhang gerissene Zitate, einseitige und entstellte Darstellungen von theologischen Positionen, sowie Mutmaßungen und Unterstellungen in Bezug darauf, was das EBTC lehrt, bereiten einen geradezu idealen Nährboden für Grabenkämpfe unter Brüdern – sofern sie sich denn darauf einlassen (Jak. 3,17-18). Der polemische Schreibstil gießt erneut Öl auf dieses unheilige Feuer, wie schon frühere Publikationen von Wilfried Plock oder andere Bücher, die vom CMD, dem Verlag von Wilfried Plock, empfohlen werden:

  • McCarthy, James: Fiat Lux, CMD Hünfeld 2006
  • Streitenberger, Peter: Die fünf Punkte des Calvinismus aus biblischer Perspektive, CMD Hünfeld 2007
  • Hunt, Dave: What Love Is This? Calvinism’s Misrepresentation of God, The Berean Call, 2006 auf Deutsch unter dem Titel „Eine Frage der Liebe –­ Wird Gott im Calvinismus falsch dargestellt?“ BBM 2011. (beim CMD Hünfeld erhältlich)
  • Parkinson, John: Erwählung – Wer, wie und wozu? CMV Hagedorn 2010. (beim CMD Hünfeld erhältlich)

An dieser Stelle möchten wir auf unser Glaubensbekenntnis verweisen, welches auf unserer Website für alle zugänglich ist. In Bezug auf die Souveränität Gottes und die Verantwortung des Menschen steht dort:

„Wir lehren, dass die Erwählung ein Werk Gottes ist, durch das Er vor Grundlegung der Welt in Christus diejenigen erwählt hat, die Er aus Gnade erneuert, errettet und heiligt (Röm. 8, 28-30; Eph. 1, 4-11; 2. Thess. 2, 13; 2. Tim. 2, 10; 1. Petr. 1, 1-2).
Wir lehren, dass Gottes souveräne Erwählung weder im Widerspruch zur Verantwortung des Menschen steht, Buße zu tun und Christus als Herrn und Retter zu vertrauen, noch hebt sie diese Verantwortung auf (Hes. 18, 23;32; 33, 11; Joh. 3, 18-19;36; 5, 40; Röm. 9, 22-23; 2. Thess. 2, 10-12; Offb. 22, 17).“

Das glauben wir, das erkennen wir in der Schrift, und das lehren wir. Wer behauptet, dass wir als EBTC eine andere oder einseitige Position vertreten oder lehren würden, macht genau das – er behauptet etwas. Wer diesen Behauptungen, um nicht zu sagen Verleumdungen, Glauben schenken will, macht das auf eigene Verantwortung. Dem sorgfältigen Leser, der bereit ist, Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen, wird nicht verborgen bleiben, dass so einiges in diesem Buch nicht den Tatsachen entspricht.

  • Aus menschlicher Perspektive und gemäß menschlicher Logik scheint es ein Paradoxon zu geben zwischen der Souveränität Gottes und der Verantwortung des Menschen. Doch dem ist nicht so.  Tatsache ist, dass das Wort Gottes Wahrheiten lehrt, die wir mit Logik allein nicht fassen können und die unser Fassungsvermögen bei weitem übersteigen – Jes. 55,8-9 (s. Dreieinheit, Christus 100% Mensch und 100% Gott, etc.).
  • Wilfried Plock will dieses Spannungsfeld nicht stehen lassen, sondern er will es auflösen – ein genauso nachvollziehbares wie unmögliches Unterfangen.
  • Bei dem Versuch, dieses vermeintliche Paradoxon lösen zu wollen, spielt er die Souveränität Gottes und die Verantwortung des Menschen gegeneinander aus. Für ihn können die beiden Wahrheiten nicht koexistieren, sondern sie müssen sich gegenseitig ausschließen (S. 130 Gebet; S. 140-141 Zwei-Schienen-Modell). Weil er mit seiner Logik das Spannungsfeld nicht begreifen kann, kann es aus seiner Sicht auch nicht existieren. Diese Logik ist jedoch eine unzulängliche Vorgehensweise, um göttliche Wahrheit zu erfassen. Die Schrift, nicht die menschliche Logik, hat letztendlich die Autorität.

Summa summarum:
Ist Gott souverän in seiner Erwählung zum Heil und der Errettung des Menschen? Absolut. Ist der Mensch verantwortlich dafür, wie er sich entscheidet? Absolut. Können wir das völlig verstehen oder erklären? Absolut nicht.

  • Glauben wir es? Ja.
  • Lehren wir es? Ja.
  • Lieben wir diese Wahrheit? Ja.

Röm. 11,33-36
„O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unergründlich seine Wege! Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt, oder wer ist sein Mitberater gewesen? Oder wer hat ihm zuvor gegeben, und es wird ihm vergolten werden? Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.“

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