Corona und die Wiederkunft Jesu

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Corona und die Wiederkunft Jesu
Geschätzte Lesezeit: 9 Minuten

Die Zeichen der Zeit im Licht der Bibel prüfen

Die Überschrift Corona und die Wiederkunft Jesu klingt sehr sensationell und reisserisch. Keine Sorge – mir geht es nicht um irgendwelche sensationellen Enthüllungen oder Spekulationen. Es geht vielmehr darum, die Zeichen der Zeit im Licht der Bibel zu prüfen und zu versuchen, sie einzuordnen. Dazu forderte der Herr Jesus schon damals die Pharisäer und Sadduzäer auf (Mt 16,1-4). Auch geht es darum, die Entwicklungen im Licht des prophetischen Wortes zu sehen (2Petr 1,19). Der Versuch, die Zeichen der Zeit im Licht des prophetischen Wortes einzuordnen, ist einem wichtigen biblischen Grundprinzip untergeordnet. Allein der lebendige Gott lenkt nach seinem Plan die Geschichte ihrem Ziel zu. Und nur er weiss um die genauen Zeitpunkte (vgl. Apg 1,7) sowie um mögliche Verzögerungen oder Beschleunigungen der letztzeitlichen Ereignisse.

Nun kann man fragen, was das Ganze mit der Corona Pandemie zu tun hat. Gab es nicht am Ende und nach dem Ersten Weltkrieg die Spanische Grippe und im Mittelalter die Pest? Dachten nicht schon damals Menschen, dass nun Ereignisse einsetzen, die auf die Wiederkunft Jesu und den nahen Jüngsten Tag schliessen lassen? Es stimmt, dass es diese Erwartungen schon früher gab. Deshalb lohnt es sich aber trotzdem, einmal die Dinge näher anzusehen.

In den Endzeitreden Jesu (Mt 24; Mk 13; Lk 21) können wir verschiedene Grundlinien erkennen, die in den vorlaufenden Ereignissen vor der Wiederkunft Jesu sichtbar werden. Auch unter bibeltreuen Auslegern, gibt es unterschiedliche Erkenntnisse über die Endzeitreden Jesu. Manche sehen beispielsweise den Beginn der Wehen vor der grossen Trübsal. Für andere beginnen die vorhergesagten Ereignisse in den oben angeführten Kapiteln erst mit der Trübsal. Unabhängig wie wir darüber denken, werfen heilsgeschichtliche Ereignisse immer ihre Schatten voraus. Wir können auch sagen, sie kündigen sich an, bevor die eigentliche Erfüllung dann klar zutage tritt. So zeichnen sich endgeschichtliche Linien immer deutlicher ab, bis sich dann alles endgültig erfüllt.

Ein Indikator um die Zeichen der Zeit zu beurteilen: Israel

Um die Zeichen der Zeit zu beurteilen, gibt es in der Heiligen Schrift noch einen anderen herausragenden Indikator. Dieser ist Israel. Schon in 5.Mose 30,1-11 ist von einer zukünftigen Sammlung Israels die Rede und der damit verbundenen Erfüllung der Verheissungen. Auch in Jesaja, Hesekiel, Sacharja u.a. Propheten, steht das kommende Gericht über die Völker und die Aufrichtung der sichtbaren Königsherrschaft Gottes (neutestamentlich gesehen: «Wiederkunft Jesu») in einem untrennbaren Zusammenhang mit den Ereignissen um das Land und Volk Israel.

In Matthäus 24,32-33 ist deshalb der treibende Feigenbaum das Zeichen für den bevorstehenden Sommer. Der Feigenbaum ist ein Symbol für das Land und Volk Israel (vgl. Hos 9,10; Joel 1,7 u.a.). Auch im Matthäusevangelium selbst, vergleicht unser Herr das kommende Gericht über Israel mit dem unfruchtbaren Feigenbaum (Mt 21,18-22). Die Zeichen der letzten Zeit sind somit die Ereignisse um den neu erwachenden und «treibenden Feigenbaum » Israel. Von diesem Fixpunkt aus lassen sich auch die anderen Zeichen einordnen, die Jesus als Vorzeichen seines Kommens genannt hat.


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Ein Vorzeichen der nahenden Wiederkunft Jesu: weltweite Ereignisse

Noch etwas gilt es zu beachten. Die «Wehen» oder Vorzeichen der nahenden Wiederkunft Jesu, sind weltweite Ereignisse. Das macht schon der Charakter der Endzeitrede Jesu deutlich. Wörtlich zum Ausdruck kommt dies in der weltumfassenden Evangeliumsverkündigung (Mt 24,14) und der angstvollen Erwartung und Ratlosigkeit vor kommenden Ereignissen, welche den ganzen Erdkreis umfassen (Lk 21,25-26).

Auch das Buch der Offenbarung zeigt auf, dass die Ereignisse vor der Wiederkunft Jesu global – weltumfassend sein werden. Damit gibt es einen deutlichen Unterschied zu früheren Zeiten. Die Ereignisse waren in der Regel auf bestimmte Regionen beschränkt. Selbst wenn sie ein grosses Ausmass hatten oder mehrere Regionen als nur einen Kontinent umfassten. In Matthäus 24,7 lesen wir von grossen Kriegen, Hungersnöten, Seuchen und Erdbeben. Die Seuchen, zu denen auch die Pandemien gehören, möchte ich hier herausgreifen.

weltweite Pandmieen

Als Beispiel kann die Pest (1346-1353) genannt werden, welche die «Alte Welt» (Europa, Vorderasien und Nord-Afrika) umfasste, aber eben doch noch nicht global war. Interessanterweise taucht das Prädikat «weltweit» in Pandemielisten, erst am Ende des 19. Jahrhunderts auf. In den Pandemieaufstellungen des 20. und 21. Jahrhunderts, finden wir den Begriff «weltweit» immer wieder.[1]

Erste weltweite Pandemie

Wie erwähnt, ist der Staat Israel das Zeichen der Endzeit. So fällt die erste weltweite Pandemie (1889/1890: Influenza) genau in die Zeit, als die ersten Wellen der jüdischen Rückwanderung begannen und auch der Zionismus als Bewegung entstand. In Matthäus 24,7 lesen wir auch von Nationen und Königreichen, die sich gegeneinander erheben. Arnold Fruchtenbaum weist darauf hin, dass der Ausdruck «Volk gegen Volk» zur Zeit Christi die Bezeichnung für einen Weltkrieg war, der dem Kommen des Messias vorangeht.[2]

Die Weltkriege

Nun waren die beiden Weltkriege noch nicht der letzte grosse Krieg, von dem die Bibel spricht. Aber die globalen Dimensionen des Ersten und noch viel mehr des Zweiten Weltkrieges, gab es zuvor so noch nie in der gesamten Menschheitsgeschichte. Und zwischen diesen beiden Weltkriegen haben wir u.a. auch die weltweite Spanische Grippe mit ihren 50-70 Millionen Toten (manche Schätzungen gehen bis zu 100 Millionen Opfer). Obwohl die Opferzahlen weitaus geringer waren, fallen die Asiatische, die Hongkong-, die Russische, die Vogelund die Schweinegrippe auch unter das Prädikat «weltweit». Auch die HIV-Infektionen werden seit 1980 als eine weltweite Pandemie mit bisher 36 Millionen Todesopfern angeführt. Dazu kommt die weltweite Information über Epidemien oder Pandemien, welche auf gewisse Regionen begrenzt blieben, aber eine mögliche weltweite Bedrohung darstellten (z.B. SARS, MERS u. Ebola).

Corona

Nun sind die bisherigen Todeszahlen (Stand April 2020) von Corona deutlich tiefer, als die anderen weltweiten Pandemien. Trotzdem gibt es einige Merkmale, welche die Corona Krise von den bisherigen Pandemien unterscheiden.

Einmal hat sich im Zusammenhang mit dem Covid-19[3] Virus eine globale Informationsflut breit gemacht, wie noch nie zuvor bei einer Pandemie. Zunächst waren es vornehmlich die Printmedien, welche Anfang des 20. Jahrhunderts informierten. Dann kamen das Radio und später das Fernsehen als breite Kommunikationsmittel dazu. Das Internet war auch schon während der Vogel- und Schweinegrippe präsent. Aber die globale Informationsflut der Corona Krise sprengt alle bisherige Medienpräsenz der vergangenen Pandemien.

Gerüchte

In Matthäus 24,6 spricht Christus davon, dass seine Jünger von Kriegen und Kriegsgerüchten «hören» werden. Dieses «hören» lässt sich inhaltlich aber auch auf den folgenden Vers 7 beziehen, in welchem Christus das Gesagte näher ausführt und dann noch u.a. durch Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben ergänzt. Corona ist sowohl in den Nachrichten, wie auch in vielen persönlichen Gesprächen über Wochen hinweg zu dem beherrschenden Thema geworden.

Tempo

Ein weiteres herausragendes Kennzeichen von Covid-19 ist das Tempo, mit welchem das Virus weltweit verbreitet wurde. Schon die Verbreitung der Spanischen Grippe wurde mit der weltweiten Mobilität in Verbindung gebracht, die sich durch die Ereignisse des Ersten Weltkrieges entwickelt hatte. Sowohl die virale Verbreitungsgeschwindigkeit als auch die Ansteckungsrate, welche im Zusammenhang mit der Vogel- und Schweinegrippe noch glimpflich abging, explodierte mit Corona regelrecht. Begünstigt wurde das Ganze durch den stets engmaschigeren internationalen Flug- und Reiseverkehr. Innerhalb weniger Wochen verbreitete sich das Virus praktisch über die ganze Welt.

Angst und Panik

Ein weiterer Aspekt ist die anschwellende Angst und auch die Ratlosigkeit, welche mit der Pandemie einhergeht. Wurde am Anfang die entstehende Epidemie ausserhalb Chinas noch von vielen Regierungen verharmlost, drehte es sich innerhalb weniger Tage in eine hysterische Panikstimmung und einen beispiellosen Massnahmenaktivismus. Europäische und andere Politiker widersprachen sich selbst innerhalb weniger Wochen mit völlig gegensätzlichen Einschätzungen und Aussagen. In Lukas 21,25-26 ist ein Kennzeichen der letzten Zeit die globale Ratlosigkeit sowie die damit verbundene Angst und Furcht vor kommenden Ereignissen. Von jetzt auf nachher wurde die ganze Klimapanik durch die Corona Angst abgelöst und überwuchert. Die letzte Zeit vor der Wiederkunft Jesu wird auch eine Zeit von einer globalen, furchtvollen Erwartung sein, unabhängig davon, ob die Befürchtungen sich erfüllen oder nicht.

Durch den Covid-19 Virus brach ein völlig unerwartetes Ereignis über die Menschheit herein. Dadurch veränderte sich das ganze Leben auch in den Industrieländern schlagartig. Die plötzlichen Einschränkungen der Persönlichkeits-, Bewegungs- und Versammlungsfreiheit schien noch wenige Wochen zuvor in den demokratischen Staaten als äusserst unwahrscheinlich. Alles kam praktisch über Nacht – ohne lange vorlaufende Prozesse oder Entwicklungen. Was uns diesbezüglich aus unserer «Scheinsicherheit» wachrütteln sollte, ist die Tatsache, dass sich genauso schlagartig die Gesamtsituation auf dieser Erde und in Europa verändern kann. Das gilt nicht nur für die Glaubensfreiheit, für die wir momentan noch sehr dankbar sind. Es benötigt nur einen «Wimpernschlag», damit sich die letzten Ereignisse vor der Wiederkunft Jesu zu erfüllen beginnen.

Gleichschaltung

Dazu kommt, dass durch die Corona Krise plötzlich viele Länder, auf unterschiedlichen Kontinenten, gleichgeschaltet wurden. Von Asien über Australien, einigen Ländern Afrikas, Europa bis hin nach Amerika, sitzen die Menschen plötzlich im «selben Boot», mit denselben Problemen, Bedrohungen und Massnahmen. Unabhängig von den unterschiedlichen Staaten in denen sie leben, waren sie bereit, Freiheitsrechte im Kampf gegen die Pandemiebedrohung abzutreten. Das führt auch zu einer globalen Solidarität unter den Völkern. Es geht mir nicht um die Frage, ob diese Massnahmen nun angemessen oder überzogen sind. Vielmehr darum, 4 dass wir diese Grundlinie erkennen, wie über Nacht ein unvorhergesehenes bedrohliches Ereignis kommen kann, welches zu einem globalen staatlichen Notstand führt, der von allen mitgetragen wird. Ein solches Ereignis, auch in anderen Bereichen, könnte in der Zukunft den Steigbügel für den Aufstieg des Antichristen geben (vgl. Offb 13,1-3).


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Überwachung

Es ist schon seit Jahren bekannt, welche Überwachungsmöglichkeiten die ganze digitale Kommunikation mit sich bringt. Durch Corona beginnen nun verschiedene Staaten (Taiwan, Israel u.a.) diese Überwachung offiziell anzuwenden. Auch eine rasante Beschleunigung der Erfassung und Sammlung von digitalen Daten und Profilen, sind damit verbunden. Um die Ausgangs- und Kontaktregeln der Bevölkerung zu überwachen, werden zum ersten Mal auch systematisch Drohnen eingesetzt. Es ist verständlich, dass dies den «guten Absichten» dienen soll – zur Unterbrechung der Infektionsketten. Aber damit ist zugleich auch eine weitere Hemmschwelle in der elektronischen Überwachung offiziell überschritten. Wir können fest davon ausgehen, dass als Folge davon die staatliche, digitale und elektronische Überwachung auch bei anderen, künftigen «Bedrohungsszenarien» viel leichter einzusetzen ist. Im Zeichen der Gesundheit und des Guten schwinden dadurch bei einem ganzen Teil der Bevölkerung die diesbezüglichen Bedenken. Das wird auch an der zunehmenden Bereitschaft deutlich, dank eines Corona-Apps, das eigene Bewegungsprofil preiszugeben.

Abschaffung des Bargelds

In diesem Zusammenhang wurde durch die Corona Krise auch die Diskussion um die Abschaffung des Bargeldes neu angeheizt. Eine Abschaffung desselben würde einen möglichen «Virenträger» (Bargeld) vermeiden und beim Zahlungsverkehr die Ansteckungsgefahr der direkt involvierten Personen eliminieren. Ob die Diskussion darüber durch tatsächliche virologische Erkenntnisse angeheizt wird oder nur als Vorwand für eine geplante Abschaffung des Bargeldes stattfindet, ist zweitrangig. Wichtiger ist, zu sehen, dass sowohl die «Anfreundung» mit einem völlig bargeldlosen Zahlungsverkehr als auch die damit verbundene zunehmende Überwachung, weitere Entwicklungen sind, welche dem zukünftigen Auftreten eines «Weltproblemlösers » (Antichrist) den Weg ebnen (vgl. Offb 13,16-17).

Notverordnungen

Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg kam es durch Corona in westlichen Demokratien zu Notverordnungen, durch welche die Regierungen plötzlich viel mehr Macht in den Händen hielt, um das Leben ihrer Bürger sehr zentralistisch zu steuern. Es bleibt die berechtigte Sorge, dass auch nach einem Ende möglicher Pandemiewellen hier etwas zurückbleibt. Zum einen fällt es in Zukunft den demokratisch gewählten Regierungen leichter, in schwierigen Situationen entsprechende Notverordnungen zu verhängen. Zum anderen könnten auch einzelne Verordnungen, in unterschiedlicher Intensität, beibehalten werden.

Wirtschafskrise

Dazu kommen die wirtschaftlichen Folgen von Covid-19, die zu einer Weltwirtschaftskrise führen werden, wenn auch deren Intensität noch nicht absehbar ist. Eine solche Rezession kann schon der nächste Schritt sein, um die «coronakrisenbewährten» staatlichen Eingriffe oder Verordnungen weiter auszubauen. Mögliche notwendige, wirtschaftliche Interventionen von staatlicher Seite können ein weiterer Schritt sein, damit die globale Menschheit sich an zentralistische Regierungsformen gewöhnt. Das Ganze wäre dann ein weiterer Wegbereiter für das Auftreten des Antichristen.

Nun treffen die «Corona Einschnitte» alle Bürger in gleicher Weise, völlig unabhängig von ihrer Religion oder ihren sonstigen Interessen (z.B. Sportveranstaltungen). Als Gemeinde Jesu 5 ist es wichtig, dass wir solche Notmassnahmen mittragen und dem Staat untertan sind (vgl. Röm 13,1-7), sofern dies nicht zum Ungehorsam gegenüber Gott und seinem Wort führt. Das bedingt, dass wir die Entwicklungen hellwach verfolgen und analysieren und auch die notwendigen Schlussfolgerungen daraus ziehen.

In diesem Zusammenhang ist auch die Frage nicht unerheblich, ob das Verbot von freier Religionsausübung (Gottesdienste) mit den Grundverfassungen der einzelnen europäischen Demokratien übereinstimmt. Am Beispiel Deutschlands wird deutlich, dass es unter Verfassungsrechtlern dazu unterschiedliche Meinungen gibt. Es geht mir jetzt wohlgemerkt nicht um die Frage, ob die Gemeinde Jesu die Corona Massnahmen befolgen sollen. Dies sollte, wie oben erwähnt, im Zusammenhang mit Römer 13 kein Diskussionspunkt sein. Vielmehr geht es darum, die Gesamtentwicklung zu sehen. Wie möglicherweise gewisse Grundrechte durch einen Notstand schlagartig eingeschränkt oder ausser Kraft gesetzt werden können und dies auch ohne lange Umwälzungen oder vorlaufende Unruhen. Dies sollte uns als Gemeinde Jesu vor jeder falschen Selbstsicherheit in puncto Glaubensfreiheit bewahren.

Die Corona-Krise: Ein Weckruf für die Gemeinde

Wie eingangs erwähnt, geht es nicht darum, dass wir die fromme Sensationsgier füttern oder zu spekulieren beginnen. Was sich aber im Kielwasser des Covid-19-Szenarios abzeichnet, ist zweifelsohne eine weitere Wegbereitung für die letzten globalen Ereignisse vor der Wiederkunft Jesu. Die Corona Krise ist ein Weckruf für die Gemeinde Jesu im Westen. Es geht darum, aus unserem wohlstandstrunkenen Christsein aufzuwachen, unsere frommen Scheinsicherheiten zu durchschauen und innerlich vorbereitet den Blick ganz bewusst auf die nahende Wiederkunft Jesu und die sich ankündigenden Ereignisse zu richten. So wie es der Apostel Paulus in Römer 13,11-12 schreibt:

Und dies <tut> als solche, die die Zeit erkennen, dass die Stunde schon da ist, dass ihr aus dem Schlaf aufwacht! Denn jetzt ist unsere Rettung näher, als da wir zum Glauben kamen: Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe. Lasst uns nun die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anziehen!

Die oben aufgezeigte und sich abzeichnende Perspektive von kommenden Umwälzungen und Zuspitzungen, ist ja nicht etwas, das uns gefällt. Auch als bibelgläubige Christen können wir dann selbst in Angst und Furcht geraten. Aus diesem Grund hat unser Herr am Ende seiner Endzeitrede in Lukas 21,18 seine Jünger ermutigt. Diesen Vers möchte ich zum Schluss, frei ins heutige Deutsch übersetzen:

Kopf hoch – unser Herr kommt bald!


[1] Vgl. http://www.menschmikrobe.de/seuchen-und-epidemien.html und https://de.wikipedia. org/wiki/Liste_von_Epidemien_und_Pandemien

[2] Klaus Gerth, Aufmarsch zur Apokalypse, S. 24, Schulte und Gerth 1991

[3] Das aktuelle Coronavirus wird auch als Cov-2 bezeichnet. Die geläufige Bezeichnung Covid-19 kommt daher, da dieses Virus Ende 2019 entdeckt wurde.

Dieser Artikel erschien zuerst im April 2020

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