Lass mich zu dir kommen

Freitag, 03. April

SICH AUF GOTTES GNADE VERLASSEN

Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel (Matth. 5,3).

Armut des Geistes ist eine Voraussetzung für die Errettung und für ein siegreiches Christenleben.

In Lukas 18,9-14 erzählt unser Herr von zwei Menschen, die zum Beten in den Tempel gingen. Der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer rühmte sich vor Gott seiner selbstgerechten Bemühungen; der Zöllner stellte sich demütig zu seinen Sünden. Der Pharisäer war stolz und blieb in seinen Sünden; der Zöllner war »arm im Geiste« und ging von seiner Sündenlast befreit davon.

Das griechische, in Matthäus 5,3 mit »Armen« übersetzte Wort wurde im klassischen Griechisch für solche gebraucht, die sich in dunkle Straßenecken zurückzogen, um milde Gaben zu erbetteln. Weil sie selbst über nichts verfügten, waren sie völlig auf die Zuwendungen anderer angewiesen. Dasselbe Wort wird in Lukas 16,20 zur Beschreibung des »armen« Lazarus verwendet.

Das ist ein Gleichnis für alle, die ihre geistliche Hilflosigkeit und das völlige Versagen menschlicher Mittel erkannt haben, wenn es darum geht, uns Gott anempfehlen zu wollen. Solche sind vollständig auf Gottes Gnade angewiesen, sowohl was die Errettung als auch das tägliche Leben betriVt. Und Jesus nennt sie glückliche Leute, weil sie wahre Gläubige sind und das Reich der Himmel ihnen gehört.

Das in Matthäus 5,3 mit »ihrer« übersetzte griechische Wort ist im Urtext betont: Das Reich der Himmel gehört definitiv den »Armen im Geist«. Die Gnade davon genießen sie jetzt schon und die volle Herrlichkeit später (1. Joh. 3,1-2). Das ist Grund zu großer Freude!

In Jesaja 57,15 lesen wir: »So spricht der Hohe und Erhabene, der in Ewigkeit wohnt und dessen Name der Heilige ist: In der Höhe und im Heiligtum wohne ich und bei dem, der zerschlagenen und gebeugten Geistes ist, um zu beleben den Geist der Gebeugten und zu beleben das Herz der Zerschlagenen.« Und David fügt hinzu: »Die Opfer Gottes sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten« (Ps. 51,19).

Sei dir wie der demütige Zöllner deiner Schwachheit bewusst und verlasse dich völlig auf Gottes Hilfe. Dann wird Er deine Gebete erhören und deinen Bedürfnissen entsprechen. So fängt die Glückseligkeit an!

ZUM GEBET: Danke Gott, dass Er dich erhört, wenn du in Demut und Reue zu Ihm kommst. · Bewahre mit viel Gebet dein Herz vor den listigen Einflüsterungen des Stolzes.
ZUM BIBELSTUDIUM: Lies die folgenden Verse und achte darauf, was Gott vom Stolz hält: Sprüche 6,16-17; 11,2; 16,5.18-19.