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Samstag, 25. Mai

COURAGIERT LEBEN (THADDÄUS)

Zu den zwölf Aposteln gehörte Thaddäus (Matth. 10,3).

Ein siegreiches Christenleben erfordert großen Mut.

Thaddäus war ein Mann mit vielen Bezeichnungen. In der Lutherbibel heißt er in Matthäus 10,3: »Lebbäus mit dem Zunamen Thaddäus«. Er wird auch »Judas, der Sohn des Jakobus« genannt (Luk. 6,16; Apg. 1,13) und »Judas, nicht der Iskariot« (Joh. 14,22).

Judas, was bedeutet »der Herr sei gepriesen«, war sicher sein Geburtsname. Später erhielt er dann die Namen Lebbäus und Thaddäus, um seine Eigenschaften zu charakterisieren. Wahrscheinlich stammt der Name Thaddäus von seiner Familie. Das Wort ist von einem hebräischen Wortstamm abgeleitet, der die weibliche Brust meint. Er heißt demnach also »Brustkind«. Vielleicht war er zu Hause der Jüngste und der Mutter besonders lieb. Lebbäus ist von dem hebräischen Wort für »Herz« abgeleitet. Er trug also sozusagen »das Herz auf dem rechten Fleck«. Diesen Namen wird er von seinen Freunden erhalten haben, die ihn als tapferen Menschen kennen gelernt hatten.

Die Tradition der frühen Kirche berichtet, Thaddäus sei von Gott in sehr hohem Maße mit der Gabe der Krankenheilung ausgestattet worden. Es heißt, ein syrischer König mit Namen Adgar sei sehr krank gewesen und habe nach Thaddäus geschickt, um ihn zu heilen. Auf seinem Wege dorthin heilte Thaddäus Hunderte von Leuten aus ganz Syrien. Als er schließlich zum König kam, heilte er ihn und predigte ihm von Christus, und der König wurde Christ. Allerdings kam es danach zu einem Aufruhr und ein rachsüchtiger Neffe des Königs warf Thaddäus ins Gefängnis, wo er ihn mit Knüppeln totschlagen ließ. Wenn diese Tradition der Wahrheit entspricht, bestätigt sie, dass Thaddäus ein Mann von außergewöhnlichem Mut war.

Es gehört Mut dazu, für Christus zu sterben, aber auch Mut, um für Ihn zu leben. Deshalb sagt Paulus: »Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht« (2. Tim. 1,7). Vertraue jeden Tag auf Seine Verheißungen und verlass dich auf Seinen Geist. Nur auf diese Weise kannst du jeder Herausforderung mit Mut und Zuversicht entgegentreten.

ZUM GEBET: Danke Gott für den Mut, den Er dir in der Vergangenheit gegeben hat und bitte Ihn, künftige geistliche Kämpfe ohne Zugeständnisse und Kompromisse bestehen zu können.
ZUM BIBELSTUDIUM: Lies Daniel 3,1-30. · Weshalb wurden Sadrach, Mesach und Abednego vom König Nebukadnezar bestraft? · Wie ehrte Gott ihren Mut?