Suche
Close this search box.

Nicht die Sünde, sondern Gott hat Christus getötet

Die Realität des stellvertretenden Todes Christi für uns ist die Kernwahrheit des Evangeliums, wie Gott es offenbart hat, und das zentrale Motiv von Jesaja 53.
WhatsApp
Email
Facebook
Telegram
Twitter
Drucken
Lesezeit: 2 Minuten

Eine schockierende Wahrheit

Die Realität des stellvertretenden Todes Christi für uns ist die Kernwahrheit des Evangeliums, wie Gott es offenbart hat, und das zentrale Motiv von Jesaja 53.
Wir müssen uns jedoch vor Augen halten, dass es nicht die Sünde war, die Jesus getötet hat, sondern dass Gott es war. Der Tod des leidenden Knechts war nichts Geringeres als eine Strafe, die von Gott für die Sünden, die andere begangen hatten, zugemessen wurde. Genau das meinen wir, wenn wir vom stellvertretenden Sühneopfer sprechen. Nochmals, falls das Konzept schockierend und verstörend zu sein scheint, dann soll es auch genau diese Wirkung haben. Wenn du bei dem Gedanken nicht zusammenzuckst, hast du ihn wahrscheinlich noch nicht begriffen. »Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer« (Heb 12,29). Dabei handelt es sich um einen der Hauptgründe dafür, dass das Evangelium den Juden ein Anstoß und den Nichtjuden reine Torheit ist (1Kor 1,23), »denen aber, die berufen sind, sowohl Juden als auch Griechen, [verkündigen wir] Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit« (V. 24).

Durch den Tod seines Sohnes hat er der Gerechtigkeit völlig genüge getan und unsere Sünde für immer entfernt.

Es gibt keinen Weg um die Tatsache herum, dass die Lehre des stellvertretenden Sühneopfers in der klaren Botschaft von Jesaja 53 unmissverständlich bekräftigt wird. Darüber hinaus wird sie durchweg in der Schrift von vielen anderen Abschnitten bestätigt und wiederholt (vgl. 2Kor 5,21; Gal 3,13; Heb 9,28; 1 Pet 2,24). Obwohl er völlig unschuldig gewesen war, trug der Knecht Jahwes die Schuld anderer und erlitt bei der Sühnung ihrer Sünden unaussprechliche Qualen.

Die Notwendigkeit des Todes Christi

Dem beunruhigenden Beigeschmack dieser Botschaft zum Trotz handelt es sich dabei um eine gute Nachricht. Es gibt sogar keine gute Nachricht, die glorreicher sein könnte als diese. Sie erklärt, warum Gott »nicht mit uns nach unseren Sünden gehandelt hat und uns nicht nach unseren Missetaten vergolten hat« (Ps 103,10; Wortumstellung vorgenommen). Dabei ging er keine Kompromisse ein in Bezug auf seine eigene Gerechtigkeit. Er übersieht nicht lediglich unsere Übertretungen. Durch den Tod seines Sohnes hat er der Gerechtigkeit vielmehr völlig genüge getan und unsere Sünde für immer entfernt. »So fern der Osten ist vom Westen, hat er unsere Übertretungen von uns entfernt« (Ps 103,12). Nun kann die Gnade wahrhaft durch Gerechtigkeit herrschen (Röm 5,21). Gott kann zudem »selbst gerecht sei[n] und zugleich den rechtfertige[n], der aus dem Glauben an Jesus ist« (Röm 3,26b).

Israels nationale Errettung befindet sich immer noch in der Zukunft. Doch niemand (weder Jude noch Nichtjude) muss ein zukünftiges Ereignis abwarten, um sich von seiner Sünde abzuwenden und Christus im Glauben zuzuwenden. »Heute, wenn [du] seine Stimme hör[s]t« (Heb 3,7), kannst du gerettet werden. Schon jetzt steht dir die Gerechtigkeit Gottes zur Verfügung »durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben« (Röm. 3,22). Und »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden« (Röm 10,13).

»Siehe, jetzt ist die angenehme Zeit; siehe, jetzt ist der Tag des Heils« (2Kor 6,2b).

WhatsApp
Email
Facebook
Telegram
Twitter
Drucken

Unterstütze unsere Arbeit​

Deine Gebete und deine finanzielle Unterstützung helfen uns, mehr Menschen mit biblischen Ressourcen zu erreichen:

Neue Artikel in deinem Posteingang?

Mehr Artikel:

John MacArthur

Die neutestamentliche Lehre von der Auferstehung Christi

Lesezeit: 3 Minuten „Der Herr ist tatsächlich auferweckt worden“ (Lk 24,34; ESB) sagen die elf Jünger erstaunt. Die Auferstehung ist das Ereignis, das dein Heil besiegelt und deinen Glauben begründet (1Kor 15,17). Was aber lehrt die Bibel über die Auferstehung Christi? Was sind Eigenschaften der Auferstehung und was sind ihre Ergebnisse? Lies in diesem Artikel, wie die Auferstehung die Garantie und Gewissheit deiner Rechtfertigung ist.

Jesus als meisterhafter Lehrer
John MacArthur

Jesus als meisterhafter Lehrer

Lesezeit: 5 Minuten Lehrer gibt es in Vielzahl. Doch einer ist einzigartig. Jesus lebte nicht allein, wie im Alten Testament angekündigt als Prophet, Priester und König, sondern auch als Lehrer. Doch wie war seine lehrweise und was kannst du von ihm lernen?

biblische Seelsorge Ausbildung EBTC
EBTC

Biblische Seelsorge

Biblische Seelsorge Dieser Lehrgang richtet sich an Männer und Frauen im aktiven Gemeindedienst mit dem Ziel, diese für Jüngerschaft und praktische Seelsorge in der Gemeinde auszubilden und ihnen Hilfestellungen für diese wichtige Arbeit zu geben. Dieser Lehrgang erstreckt sich über 2 Jahre. Der Unterricht findet

Johannes Pflaum

Unser Glaubensziel: Wir werden Jesus sehen!

Lesezeit: 5 Minuten Wenn wir Jesus einmal sehen wie er ist, wird es keinerlei Zweifel geben. Wir werden völlig überwältigt sein von seiner Herrlichkeit, sodass wir ihn nur noch preisen können. Ihn zu sehen ist Glaubensziel des Gläubigen.

Tim Challies

Die größte Last beim Leiten

Lesezeit: 3 Minuten Verantwortung kann eine Bürde sein. Aber dort, wo du Verantwortung trägst, sei es im Beruf, in der Familie oder in der Gemeinde, ist Versagen oft die größere Last, die dich erdrücken könnte. Doch dein Versagen ist – sei es unbeabsichtigt oder fahrlässig – bereits durch Jesus Christus vergeben. Trotz deiner Sehnsucht ein guter Leiter zu sein hängen deine Freude, dein Erfolg und dein Heil dank Jesus nicht davon ab.

Glaubwürdigkeit der Schrift II

Glaubwürdigkeit der Schrift II – Pflicht für Schüler Auslegungspredigt Datum: 09.-12. Januar 2023 Ort: ECG Hellersdorf „Havelländer Ring 40“ Sprecher: Benedikt Peters Unterrichtseinheiten: 24 Stunden (á 45min) Preis: 160 Euro   Hier kannst du dich anmelden

Johannes Pflaum

Unser Glaubensziel: Wir werden Jesus sehen!

Lesezeit: 5 Minuten Wenn wir Jesus einmal sehen wie er ist, wird es keinerlei Zweifel geben. Wir werden völlig überwältigt sein von seiner Herrlichkeit, sodass wir ihn nur noch preisen können. Ihn zu sehen ist Glaubensziel des Gläubigen.