Was sagt die Bibel über die Drangsalszeit?

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Gott liebt es, seine Pläne mit dieser Welt seinen Kindern kundzutun. Warum tut Gott das? Er will, dass wir sein Wesen, insbesondere seine Gerechtigkeit, darin erkennen, wie er Gericht übt.
Satan hingegen hat großes Interesse daran, dass wir uns nicht mit der biblischen Endzeitlehre beschäftigen – seine Botschaft lautet: Lebe im Hier und Jetzt, das ist alles was zählt!

Der Zeitpunkt der großen Drangsal

Daniel 12,1 macht deutlich, dass der Erzengel Michael in der Drangsalszeit auf die Bühne tritt und damit wird es eine Zeit der Drangsal geben, wie es noch keine gab. Die große Drangsal wird direkt vor dem zweiten Kommen Jesu Christi kommen, aber nach unserer Entrückung. Wir leben im Moment nicht in dieser Drangsalszeit. Weder Corona noch der Ukraine-Krieg sind diese große Drangsal.

Das Ausmaß der großen Drangsal

Die Welt hat schon viele fürchterliche Katastrophen erlebt – aber die große Drangsal stellt auch die schlimmsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte in den Schatten. In Matthäus 24 sagt Jesus, dass es so eine große Drangsal seit Beginn der Welt nicht gegeben hat – und es auch keine mehr geben wird. Vor Furcht werden die Menschen in Ohnmacht sinken (Lk 21), denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.

Welches Ziel verfolgt Gott mit dieser großen Drangsal? Das erste Ziel ist es, die Kraft seines Volkes zu zerschmettern (Dan 12,7). Gott drängt Israel so sehr in die Ecke, dass es vor ihm kapituliert. Gott hasst die Stolzen, und darum demütigt er sein Volk. Das zweite Ziel ist, sein Volk zu sichten, zu läutern (Dan 12,10). Gott wird die Schlacke vom Gold trennen. In Hesekiel 36,22 macht Gott deutlich, dass er um seines eigenen Namens willen Israel wieder sammeln wird und sie wiederherstellen wird. Weil hier Gottes Name auf dem Spiel steht, wird Satan alles daran setzen, Israel vom Erdboden zu vertilgen, damit die Verheißung Gottes hinfällig wird.

Aus zweifachem Grund ist diese Drangsal die schlimmste Zeit, die über die Erde kommt: Der ungezügelte Zorn Satans wütet auf dieser Erde und Gott schüttet seinen Zorn über die Erde aus. Aber warum sieht Gott es als notwendig an, das Unrecht auf dieser Welt hier auf dieser Erde schon zu rächen? Gott ist der Richter, er rächt das Unrecht, und deshalb dürfen wir darauf vertrauen, dass er für Gerechtigkeit sorgen wird. Wir dürfen das nicht selbst tun. Gott zürnt über die Gottlosigkeit der Menschen in unserer Gesellschaft, aber er hält seinen Zorn noch zurück. Aber nicht für immer. Gott wird seinen Zorn über diese Erde ausschütten.

Die Dauer der großen Drangsal

In Daniel 12,6-7 fragt Daniel: »Wie lange wird es dauern, bis diese unerhörten Zustände zu Ende sind?« – und er bekommt die Antwort, dass es dreieinhalb Jahre sind (Dan 12,7; 12,12).

Das Kapitel nach der Drangsal

Gott wird sein Volk wiederherstellen. Das kündigt Gott dem Daniel in Daniel 12,1 an (»Aber zu jener Zeit wird dein Volk gerettet werden«). Schon als Gott Israel Segen und Fluch vorlegt, sagt Gott zu Israel, dass Gott sein Volk wieder sammeln und wiederherstellen wird (5Mo 30,1-2). In Offenbarung 20,1-6 wird das nächste Kapitel beschrieben: Gott wird den Teufel für 1000 Jahre in die Hölle werfen und das tausendjährige Reich beginnt.

»Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm regieren 1 000 Jahre.« (Offb 20,6)

Warum müssen wir wissen, wie die Zukunft aussieht? Damit wir wissen, wo hinein wir unser Leben investieren müssen! Wir dürfen nicht der Lüge Satans glauben, dass das Hier und Jetzt alles ist. Stattdessen müssen wir in das investieren, was bleibt: das Reich Gottes, die Gemeinde.

Petrus fordert uns angesichts des Kommenden Gerichts auf:

»Da nun dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht, indem ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt, an welchem die Himmel sich in Glut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden!« (2Pt 3,11-12)

 

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