Suche
Close this search box.

Die neutestamentliche Lehre von der Auferstehung Christi

„Der Herr ist tatsächlich auferweckt worden“ (Lk 24,34; ESB) sagen die elf Jünger erstaunt. Die Auferstehung ist das Ereignis, das dein Heil besiegelt und deinen Glauben begründet (1Kor 15,17). Was aber lehrt die Bibel über die Auferstehung Christi? Was sind Eigenschaften der Auferstehung und was sind ihre Ergebnisse? Lies in diesem Artikel, wie die Auferstehung die Garantie und Gewissheit deiner Rechtfertigung ist.
WhatsApp
Email
Facebook
Telegram
Twitter
Drucken
Lesezeit: 3 Minuten

Die Wirklichkeit der Auferstehung

Als Jesus von den Toten auferstand, erfuhr er eine leibliche Auferstehung, die sein ganzes Menschsein umfasste. Sein Auferstehungsleib erlaubte es ihm, Speise zu verdauen:

»Als sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Sie aber reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch [und von einer Honigscheibe]; und er nahm es und aß vor ihnen« (Lk 24,41–43; siehe Apg 10,41).

Menschen, die immer noch in ihrem sterblichen Fleisch waren, konnten Jesu Leib berühren:

»[Als sie aber hingingen, um es seinen Jüngern zu verkünden,] siehe, da kam Jesus ihnen entgegen und sprach: Seid gegrüßt! Sie aber traten herzu, umfassten seine Füße und huldigten ihm« (Mt 28,9; siehe Lk 24, 38–40; Joh 20,17).

Die Wunden von Jesu Kreuzigung verblieben sichtbar in seinem Auferstehungsleib, wie es Thomas, der zweifelnde Jünger, erfahren und bezeugen konnte:

»Da sagten die anderen Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meinen Finger in das Mal der Nägel lege und meine Hand in seine Seite lege, so werde ich nicht glauben. Und nach acht Tagen waren seine Jünger wieder drinnen und Thomas bei ihnen. Da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und stand in der Mitte und sprach: Friede euch! Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt. Glückselig sind, die nicht gesehen und doch geglaubt haben!« (Joh 20,25–29)

Jesus wird für immer ganz Gott und ganz Mensch sein. Er ist der letzte Adam, das Haupt der Gemeinde, und Repräsentant und Haupt der ganzen erlösten Menschheit. Diese Tatsache seines fortwährenden Menschseins ist für das Vollbringen der Erlösung ebenso bedeutsam wie seine fortwährende Gottheit. Christus musste Mensch sein, um die Gläubigen dadurch zu repräsentieren, dass er ein heiliges Leben auf der Erde lebte, das den Gläubigen angerechnet werden konnte – und um am Kreuz ihr Stellvertreter zu sein. Er musste auch ihr Führer sein durch den Tod hindurch zur Auferstehung.

Die Ergebnisse der Auferstehung Jesu

Christi Auferstehung zeitigte die folgenden gewaltigen und herrlichen Ergebnisse:

  1. Die Erfüllung der alttestamentlichen Weissagungen.
  2. Die Erfüllung Jesu eigener Weissagungen.
  3. Die Bestätigung der Gottheit des Sohnes (Röm 1,4).
  4. Die Verherrlichung des Vaters und die Offenbarung seiner Vollkommenheiten (Apg 2,23–24; Röm 6,4).
  5. Die Vollendung von Jesu Gehorsam gegenüber dem Willen seines Vaters (Joh 10,17–18).
  6. Den Beweis, dass der Vater das Sühnungswerk Christi durch seinen Opfertod am Kreuz angenommen hat (Röm 4,25).
  7. Die Gabe der Wiedergeburt für die Erwählten (1Pet 1,3).
  8. Die Gewissheit, dass die Gläubigen nicht aufgrund ihrer Sünden verlorengehen werden (1Kor 15,17–18).
  9. Die Garantie der Rechtfertigung der Gläubigen und die Gewissheit, dass sie niemals von Gott verdammt werden (Röm 8,1–11.31–34).
  10. Die Eröffnung des Weges für Christus zur Sendung des Heiligen Geistes, um in den Gläubigen zu wohnen und sie zur Gemeinde, dem Leib Christi, zu formen (Joh 16,7).
  11. Die Deklaration Christi zum Haupt der Gemeinde und zum Herrscher der Schöpfung (Eph 1,19–23; Kol 1,15–19).
  12. Erweisung von Gottes Prinzip der Machtausübung mit Blick auf die geistliche Auferweckung der Gläubigen aus ihrem geistlichen Tod in Vergehungen und Sünden (Eph 1,19–20; 2,1–6).
  13. Der Antrieb zu geistlichem Leben, da die Gläubigen bereits mit Christus in den Himmel versetzt sind, und die Zusicherung haben, einst mit ihm in der Herrlichkeit zu sein (Eph 2,5–6; Kol 3,1–4).
  14. Die Befähigung, Christus den ihm geschuldeten Dienst zu leisten und Frucht zu bringen (Röm 7,4; 1Kor 15,14.58).
  15. Die Ermunterung zur Festsetzung des ersten Tags der Woche, um in örtlichen Zusammenkünften Christus anzubeten und ihm zu dienen (Mt 28,1; Joh 20,19; Apg 20,7; 1Kor 16,2).
  16. Die Gründung eines unerschütterlichen Fundaments der Hoffnung (der vertrauensvollen Erwartung) auf Gott, dass er alle seine Verheißungen erfüllen wird (Röm 8,23–25; 1Kor 15,19–20; 1Pet 1,3).
  17. Die Garantie eines zukünftigen Auferstehungslebens für alle Gläubigen (Joh 5,26–29; 14,19; Röm 4,25; 6,5–10; 1Kor 15,20.23).
  18. Die Bekräftigung der zukünftigen Erfüllung des Davidsbunds (Apg 2,29–36; 13,34–37).
  19. Die Garantie, dass Christus die Welt richten wird (Joh 5,24–30; Apg 17,31).
  20. Die Erhöhung und Verherrlichung des Sohnes mit der Herrlichkeit, die er einst beim Vater hatte (Joh 17,5; Phil 2,8–9; 1Pet 1,10–11.20–21).

Es gibt kein größeres Ereignis in der Heilsgeschichte als die Auferstehung Christi, denn sie vervollständigt und bekräftigt seinen Opfertod und führt das Programm des Reichs mit einem ewig lebenden König fort. Man muss an die Auferstehung glauben, um errettet zu werden (Röm 10,9–10).

Dieser Artikel ist ein Auszug aus „Biblische Lehre – Eine systematische Zusammenfassung biblischer Wahrheit“. (Kapitel IV – 2.6.3: Die neutestamentliche Lehre von der Auferstehung Christi)

WhatsApp
Email
Facebook
Telegram
Twitter
Drucken

Unterstütze unsere Arbeit​

Deine Gebete und deine finanzielle Unterstützung helfen uns, mehr Menschen mit biblischen Ressourcen zu erreichen:

Neue Artikel in deinem Posteingang?

Mehr Artikel:

Jesus als meisterhafter Lehrer
John MacArthur

Jesus als meisterhafter Lehrer

Lesezeit: 5 Minuten Lehrer gibt es in Vielzahl. Doch einer ist einzigartig. Jesus lebte nicht allein, wie im Alten Testament angekündigt als Prophet, Priester und König, sondern auch als Lehrer. Doch wie war seine lehrweise und was kannst du von ihm lernen?

Die Auferstehung und die Person Christi
Mike Riccardi

Die Auferstehung und die Person Christi

Lesezeit: 8 Minuten Zu Ostern feiern Gläubige die Auferstehung Jesu als Sieg über Sünde und Tod, doch die tägliche Praxis, diesem Glauben zu folgen, wird oft vernachlässigt. Die Auferstehung Jesu erinnert daran, dass er Herr und Retter ist, und ruft dazu auf, ihm mit einem Leben des Gehorsams und der Buße zu folgen.

Bibelstudium mit Gewinn Bibelschule EBTC
EBTC

Bibelstudium mit Gewinn

Bibelstudium mit Gewinn Dieser Lehrgang vertieft das Verständnis der Bibel und rüstet Gläubige für den Dienst in der Gemeinde zu. Der Schüler kann das Gelernte anhand der Unterlagen direkt in Kleingruppen seiner Gemeinde gewinnbringend einsetzen. Dieser Lehrgang legt zugleich das Fundament für die Lehrgänge Auslegungspredigt,

Inspiration der Schrift
John MacArthur

Die Inspiration der Schrift

Lesezeit: 7 Minuten Offenbarung bedeutet, dass Gott (der Schöpfer) der Menschheit Wahrheit über sich selbst vermittelt. Gemäß der Schrift gibt es zwei Formen von Offenbarung: die allgemeine Offenbarung (Ps 19,2–7) und die besondere Offenbarung (Ps 19,8–15).

Biblical Eldership Resources

Gehorsam – wichtiger, als man denkt

Lesezeit: 7 Minuten Fähige Älteste sind zuerst fähige Väter. Fähige Väter lehren ihre Kinder Gehorsam. Wie kann denn ein Kind seinem himmlischen Vater gehorchen, wenn er seinem irdischen Vater ungehorsam ist? Trotz des Verrufs des Wortes »Gehorsam« ist es notwendig und eine Liebesmühe, sein Kind nicht nur zu loben, sondern in Liebe Gehorsam zu fordern. Eine solche Kindererziehung ist Grundlage, um den Mann Gottes für den Ältestendienst zuzurüsten.

Konferenz zur Auslegung der Bibel: Johannes 13-17 und die Abschiedsrede Jesu

Beschreibung: Während dieser Konferenz werden wir Johannes 13–17 auslegen unter dem Leitgedanken: “Der Hirte, die Herde und die Verwalterschaft: Die Mission Gottes im Leben Seiner Gemeinde”. Besonders hervorgehoben werden die Bedeutung und die Relevanz dieses Schriftabschnitts im Hinblick auf die allgemeine missionarische Zielsetzung und die

Wie erziehe ich als Christ meine Kinder?
EBTC

Wie erziehe ich als Christ meine Kinder? (Gratis Video-Seminar)

Lesezeit: 2 Minuten Vielleicht stellst du dir die Frage: Wie erziehe ich als Christ meine Kinder? Als EBTC möchten wir dich unterstützen ein guter Hirte für das Herz deiner Kinder zu sein, besonders auch in Zeiten von Ungewissheit und Veränderung. Mit diesem Seminar möchten wir dir Hilfestellung und Ermutigung für eine der wichtigsten Aufgaben geben: die Erziehung deiner Kinder für den Herrn.

berufsbegleitende Bibelschule

Was sind die Vorteile?

  • kombiniertes Fern- und Präsenzstudium
  • 10 Wochenenden: September bis Juni
  • Von Grundlagen bis zum Master
  • mehrere Standorte: Berlin, Rheinland oder Zürich