Das Evangelium für Christen

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Das Evangelium

Wir müssen uns sozusagen jeden Tag selbst das Evangelium predigen. Das bedeutet für mich, jeden Tag zu Schriftstellen wie Jesaja 53,6, Galater 2,20 und Römer 8,1 zu gehen. Es bedeutet, dass ich häufig die Worte dieses alten Liedes wiederhole: My hope is built on nothing less than Jesus‘ blood and righteousness. – Jerry Bridges

Die Herrlichkeit Gottes

Mein Gott ist unvorstellbar groß. Das ganze Universum hat er mit der Spanne seiner Hand vermessen.
In seiner Perfektion ist er unvorstellbar großartig, vollkommen rechtschaffen, heilig und gerecht in allen seinen Wegen.
Gott, der Schöpfer und Erhalter meines Lebens, ist unvorstellbar gut und gnädig zu mir gewesen.

Jeder Atemzug, jeder Herzschlag und jede Funktion meiner Organe ist ein Geschenk von ihm.
Jede legitime Freude, die ich erlebe, ist ein Geschenk aus seiner liebenden Hand an mich.
Alles, was ich bin, und alles, was ich habe, verdanke ich ihm und seiner Güte.

Mein Leben ist in jeder Hinsicht vollkommen abhängig von Gott und wird immer von dem abhängig sein, in dem ich lebe, webe und bin.
Dieser wunderbare Gott, der Höchste des Universums, ist allein würdig aller Anbetung und Ehre und in ihm allein ist wahre Freude.
Er hat mich geschaffen, damit ich ihn verherrliche, indem sich meine Seele an ihm freut und indem ich auf allen meinen Wegen in freudigem Gehorsam gegen ihn lebe.

Meine Sünde gegen Gott

Dennoch hätte mein Versagen gegenüber Gott nicht größer sein können.
Anstatt ihm zu danken und mich demütig seiner Herrschaft über mein Leben unterzuordnen, habe ich gegen ihn rebelliert und versucht, mich über ihn zu erheben.
Ich bin meine eigenen Wege gegangen und habe nach meiner eigenen Weisheit gelebt und habe somit unzählige Male gegen jedes seiner zehn Gebote verstoßen.

Indem ich mich für weise hielt, bewies ich meine Torheit. Wegen meines Hochmuts hat Gott jedes Recht, mich dazu zu verdammen, auf ewig seinen entsetzlichen Zorn im Feuersee zu spüren.
Ohne Christus wäre ich also durch die Schuld und die Macht meiner Sünden gebunden und wäre unter die verschiedensten Begierden und Vergnügungen versklavt.
Ohne Christus hätte ich die ewige Strafe im Feuersee verdient, und dazu wäre ich auch bestimmt. Ich bin völlig unfähig, mich selbst zu retten oder auch nur das Geringste zu meiner Errettung beizutragen.

Gottes Werk für mich

Doch was ich nicht tun konnte, tat Gott, und er tat alles, indem er seinen eigenen Sohn in die Welt sandte, um für meine Sünden am Kreuz zu sterben. Damit bewies mir Gott seine unergründliche Liebe.
Gott liebte mich so sehr, dass er bereit war, die Trennung von seinem Sohn zu ertragen, als er ihn für mich opferte. Noch erstaunlicher ist es, dass Gott es auch bereitwillig zuließ, dass sein Sohn am Kreuz die Trennung von ihm erleiden musste.

Jesus liebte mich so sehr, dass er bereit war, sein Leben für mich hinzugeben. Niemand könnte mich je mehr oder besser lieben als Jesus.
Am dritten Tag nach Jesu Tod hat Gott ihn von den Toten auferweckt und damit verkündigt, dass sein Tod genügte, um jede Sünde, die ich begangen habe oder im Laufe meines Lebens begehen werde, zu sühnen.
Nach diesem Sühneakt hat Gott Christus erhoben und ihn zu seiner Rechten gesetzt, von wo aus Christus nun regiert und jedem, der ihn im Glauben anruft, Errettung und Vergebung gewährt.

Meine Errettung

Als die Zeit gekommen war und ich zum Glauben an Jesus kam, ließ Gott mir unmittelbar eine großartige Rettung zuteilwerden.
Er hat mir alle meine Sünden vergeben: die Sünden der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.
Er hat mich zu seinem Kind gemacht und mich in seine Familie aufgenommen. Er hat mir den Heiligen Geist geschenkt, der mir Gottes Kraft verleiht. Der Heilige Geist gießt Gottes Liebe in mein Herz aus und spricht zärtlich zu meinem Geist, dass ich Gottes Kind bin und Erbe der ewigen Herrlichkeit im Himmel.

Als Gott mich erlöste, befreite er mich auch aus der Sklaverei meiner Sünden.
Nun muss ich nicht mehr sündigen, weil die Herrschaft, die die Sünde über mich hatte, gebrochen wurde!
Als Gott mich erlöste, rechtfertigte er mich auch und dadurch, dass ich durch Christus gerechtfertigt bin, habe ich für immer und ewig Frieden mit Gott.
Als Gott mich rechtfertigte, sprach er mich von der Schuld meiner Sünde frei. Er erklärte mich für gerecht, indem er mir Jesu Gerechtigkeit zusprach.
Gott hat seinen zukünftigen und gegenwärtigen Zorn auf mich durch Jesus vollständig besänftigen lassen, der am Kreuz meine Sünden auf sich nahm.

Folglich hat Gott für mich jetzt nur noch Liebe, Erbarmen und tiefste Zuneigung, und diese Liebe ist ohne jede Beigabe von Zorn.
Gott sieht mich immer mit Wohlwollen an und behandelt mich gnädig. Er lässt mir letztendlich alle Dinge ewiglich zum Besten dienen.
Sogar in Bedrängnissen schenkt Gott mir seine überströmende Gnade.

Da ich gerechtfertigt bin, bezwingt Gott auch jede Prüfung und lässt sie mir zum Guten dienen.
Wenn ich sündige, wird Gottes Gnade für mich noch überströmender, da er mir meinen gerechtfertigten Status erhält.
Wenn ich sündige, empfindet Gott in seinem Herzen keinen Zorn auf mich. Sein Herz ist mit nichts anderem gefüllt als mit Liebe zu mir und er sehnt sich danach, dass ich Buße tue und ihm meine Sünden bekenne, damit er mir seine gnädige und vergebende Liebe zeigen kann, die schon die ganze Zeit in seinem Herzen war.

Gott hat schon, bevor ich meine Sünde bekenne, den Wunsch, mir zu vergeben.
In seinem Herzen hat er mir schon vergeben und wenn ich zu ihm komme, um ihm meine Sünden zu bekennen, rennt er mir sozusagen entgegen, und sogar bevor ich die Worte der Bekenntnis ausgesprochen habe, umarmt und küsst er mich viele Male.

Gott sieht meine Sünden und meine Sünden betrüben ihn. Seine Betrübnis rührt zum Teil daher, dass ich in dem Moment meiner Sünde nicht die Fülle seiner Liebe zu mir empfange.
Er züchtigt mich auch, aber das tut er, weil er für mich ist und mich liebt. Er züchtigt mich zu meinem Besten. Nichts von diesen Dingen habe ich verdient, auch nicht an meinem besten Tag, aber das ist meine Errettung und darin stehe ich. Danke, Jesus.

Aus »Das Evangelium im Alltag« von Milton Vincent.

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