Soli Deo Gloria

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Steve Lawson

Steve Lawson führte zum Thema (hier kurz zusammengefasst) aus: Es geht um die großartige Aufgabe, das Thema Soli Deo Goria zu behandeln. Der Text ist ein heiliger Boden:

„Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle [Dinge]; ihm [sei] die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen. (Römer 11:36 ELB03).

Mit dem Text liegt ein herausragender Diamant, nämlich das Soli Deo Gloria vor uns. Alles, auch die Botschaft des Römerbriefs, gipfelt hier. Hier haben wir den Mt. Everest aller Solas. Die vorausgehenden Solas bilden gleichsam die Treppenstufen zum „Gott allein die Ehre.“

Diese Textstelle ist die Schlussfolgerung alles dessen, was Paulus zuvor im Römerbrief dargelegt hat. Sie ist das große Crescendo, der Höhepunkt der Botschaft des Briefes. Zwei Aspekte werden in diesem Text deutlich. Wir sehen 1. Eine gottzentrierte Theologie und 2. Eine gottzentrierte Doxologie.

1) Die gottzentrierte Theologie: Eine geringere Theologie wird einen schwächeren Lobpreis bewirken. Hier ist die Ordnung wichtig. Theologie kommt immer zuerst. Es gibt nichts, was sich außerhalb dieses „alle Dinge“ befindet. So weit wie der Himmel und so tief wie die Hölle sind. Sie sind darin eingeschlossen. Gott schuf die Planeten und gab ihnen ihren Platz. Kein Molekül ist außerhalb der göttlichen Kontrolle. Dies und einfach alles ist darin eingeschlossen. Wie in einer Nussschale haben wir hier die ganze Bibel in der absoluten Kurzfassung. Gott ist die Ursache aller Dinge. Und John Calvin sagte, alles Erschaffene ist eine Bühne zur Verherrlichung Gottes. Wenn wir Gottes Ratschluss, seinen Plan und dessen Verwirklichung im Heil der Menschen erfassen, so bringt es uns in die Anbetung Gottes.

2) Die gottzentrierte Doxologie: Gott ist also die Quelle, er ist der Anfang, die Mitte und das Ende aller Dinge. Das ist die allumfassendste Aussage welche hier die Bibel macht.

Je mehr wir diese Tiefe der Theologie ausschöpfen, umso erhebender und Wahrheitsgetreuer wird unsere Anbetung sein. Gott der Vater hat die führende Rolle in der Schöpfung, in der Vorsehung und Geschichte und in der Errettung. Gott hat das Heft in der Hand. Gottes Vorkenntnis besteht keinesfalls darin, dass er durch einen dunklen Tunnel in die Zukunft schaute, um dadurch sein Wissen zu vermehren. Gott fasste vielmehr seinen souveränen Plan zur Erlösung und diesen verwirklicht er. Das zu vermitteln ist Aufgabe der Theologie. Und das zu erfassen, bringt uns in die Anbetung. Denn Gottes souveränes Handeln in der Schöpfung, Geschichte und Erlösung dient allein zu Gottes Herrlichkeit und Ehre. Soli Deo Gloria!

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