Die Verantwortung des Leiters gegenüber seiner Frau

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Wie können wir zu Ehemännern werden, die mit ihrer Ehe Gott ehren?

Die Kirchengeschichte liefert viele Beispiele für vorbildliche Ehepaare. Leider gab es aber auch viele Pastoren, die keine vorbildlichen Ehemänner waren.

Sowohl Whitefield als auch Wesley nahmen ihre Ehen nur als eine Belastung wahr und kümmerten sich wenig um ihre Ehefrauen.

Wir können treue Diener in der Gemeinde sein und gleichzeitig in der Ehe versagen. Wie viel besser, wenn wir uns sowohl im Dienst als auch in der Ehe durch Treue auszeichnen!

Was ist die absolute, unverhandelbare Grundlage für eine gute Ehe?

Epheser 5,25–32: “Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat, damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so daß sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei.
Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde.
Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein. »Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein«. Dieses Geheimnis ist groß; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde.”

In Vers 23 lehrt Paulus, dass der Ehemann das Haupt der Frau ist. Männer sind Leiter – egal, ob sie gut oder schlecht, aktiv oder passiv leiten. Wir tragen die Verantwortung für unsere Ehen vor Gott.

Christi Liebe zu Seiner Gemeinde ist das Vorbild, dem wir in unserer Ehe folgen sollen.

Die primäre Berufung: Liebe

Wir müssen zulassen, dass der Geist Gottes uns in die Wahrheit des Wortes führt (V.18-19). Wenn wir das tun, werden wir Musik lieben, die Gott lobt, uns durch Dankbarkeit auszeichnen und uns Autoritäten unterordnen.

Paulus macht deutlich, was es für die Ehemänner bedeutet, Haupt zu sein:

  • Es geht nicht darum, dass meine Wünsche erfüllt werden oder darum, dass ich einen Vorteil aus der Ehe ziehe. Die Ehe dreht sich nicht um mich.
  • Die Liebe des Ehemannes ist nicht an die Bedingung geknüpft, dass die Frau sich unterordnet.
  • Durch die Gnade Gottes sind wir in der Lage, unsere Frauen zu lieben.
  • Unsere Liebe hat weniger mit Gefühlen oder Sympathie zu tun, sondern es ist primär eine Willensentscheidung. Christus gebietet uns, unsere Frauen anhaltend zu lieben.

Wie äußert sich diese Liebe?

Paulus gebraucht zwei Bilder, um uns deutlich zu machen, wie wir unsere Frauen lieben sollen:

  1. Christi Liebe zu seiner Gemeinde
  2. Die Liebe des Ehemanns zu seinem eigenen Leib

Liebe zeichnet sich durch vier Aspekte aus:

Unsere Liebe muss eine aufopfernde Liebe sein. Wie Christus geliebt hat, so sollen auch wir lieben. Und Christus hat die Gemeinde so sehr geliebt, dass Er sich für sie hingegeben hat. Wir müssen unserer Frau jeden Tag in kleinen Dingen dienen. Ein gottesfürchtiger Mann stellt seine eigenen Wünsche hinten an, um die Wünsche seiner Frau zu befriedigen und ihr zu dienen.

Sieht deine Frau dich als jemanden an, der bereit ist, regelmäßig Opfer zu bringen?

Wie sieht Opferbereitschaft aus?

  • Entscheide dich jeden Tag, ihre Bedürfnisse über deine eigenen zu stellen. Stelle deinen Wunsch nach Ruhe hinter ihre Wünsche zurück, wenn sie möchte, dass du mit ihr redest, ausgehst, shoppen gehst oder aufräumst.
  • Wenn du immer nur von deiner Frau erwartest, dass sie Opfer für deinen Dienst bringt, aber du nie ein Opfer für sie bringst, dann sündigst du gegen sie.
  • Du nimmst dir jeden Tag Zeit, um mit deiner Frau zu reden und ihr zuzuhören (1Pt 3,7)
  • Finde heraus, wann deine Frau sich besonders geliebt fühlt
    • Weißt du, wann deine Frau sich wirklich geliebt fühlt?
    • Entscheidest du dich regelmäßig, dieses Opfer zu bringen, damit sie sich geliebt fühlt?
  • Öffne dich deiner Frau gegenüber. Die Liebe in der Dreieinheit wird u. a. dadurch charakterisiert, dass sie untereinander eine völlige Offenheit haben (Joh 5,20; Joh 14,21; Joh 15,15).
    • Wenn du für deine Frau ein verschlossenes Buch bist, dann liebst du sie nicht, sondern sie ist für dich wie ein Sklave (vgl. Joh 15,15)

Der Maßstab für hingebungsvolle Liebe ist nichts anderes als das Kreuz. So wie Gott unabhängig von uns Seinen Sohn hingab, so müssen wir unsere Frauen lieben, selbst wenn wir nichts von ihr zurückbekommen.

Die Liebe zu unserer Frau muss eine reinigende Liebe sein. Christus hat uns bei unserer Errettung gereinigt. Nun möchte Er, dass wir in der Heiligung wachsen. Warum will Er das? Damit Seine Braut in einem herrlichen und fleckenlosen Brautkleid für ihren Bräutigam geschmückt wird. Genauso wie Christus um die Heiligung der Gemeinde besorgt ist, muss ein Ehemann um die wachsende Heiligung seiner Ehefrau besorgt sein.

Wie können wir diese heiligende Liebe zum Ausdruck bringen?

  • Du musst selbst der Heiligung nachjagen. Verbringst du täglich Zeit mit dem Herrn? Sieht sie, dass du versuchst, das umzusetzen, was du von Gott lernst?
  • Unterweist du sie in dem Wort Gottes? Betest du für ihre Heiligung, für ihr Ausharren? Liebe sie, wenn sie gegen dich sündigt und werde nicht bitter gegen sie.
  • Wird deine Frau Christus ähnlicher, seit sie mit dir verheiratet ist?

Darin, wie wir uns um unseren eigenen Leib kümmern, finden sich zwei Hinweise darauf, wie wir unsere Frau lieben sollen:

  • Wir sollen uns um unsere Frauen kümmern, weil sie ein Teil von uns sind.
  • Niemand kann sich selbst lieben, ohne dass er seine Frau liebt. Wer seine Frau nicht liebt, ist ein Monster. (John Calvin)

Drittens muss unsere Liebe zu unserer Frau eine nährende Liebe sein (Eph 28-29). Nähren bedeutet ernähren, versorgen und umsorgen. Das bedeutet, wir müssen uns um das leibliche Wohl unserer Frau kümmern. Psalm 23 beschreibt, wie Gott sich um die physischen Bedürfnisse Seines Volkes kümmert.

Wir sollen uns nicht so um die Ehefrau kümmern, dass sie gerade so überleben kann, sondern gerne und hingebungsvoll. Wenn wir faul sind und nicht für die Bedürfnisse unserer Frauen sorgen, sündigen wir. Genauso sündigen wir, wenn wir geizig sind oder die sexuellen Wünsche unserer Frau ignorieren.

Viertens sollen wir unsere Frau wertschätzen. In 1. Thessalonicher 2,7 wird das gleiche Wort gebraucht, um eine stillende Mutter zu beschreiben, die ihr Baby nährt. Wir sollen uns um sie sorgen in Zuneigung und in Sanftmut, so wie eine stillende Mutter mit ihrem Neugeborenen umgeht. Wir müssen unserer Frau Zärtlichkeit und Wertschätzung entgegenbringen.

Wenn wir unsere Frauen vernachlässigen, um unseren Hobbys, Sport, oder sogar unserem Dienst nachzugehen, sündigen wir. Wenn wir uns über sie lustig machen, sarkastisch oder zynisch sind, dann sündigen wir.

Wie können wir unserer Frau Wertschätzung entgegenbringen?

  • Ihr sagen, dass wir sie lieben, so wie Christus uns mitteilt, dass Er uns liebt (Eph 5,25).
  • Christus ermutigt uns, nimmt Anteil an unseren Nöten, beantwortet unsere Bitten und gibt uns mehr, als wir brauchen. So sollen wir unsere Frauen wertschätzen.

Das Ziel der Liebe (V. 31–33)

Das erste Ziel ist es, das ursprüngliche Design Gottes widerzuspiegeln.

Das zweite Ziel ist es, die Beziehung zwischen Christus und der Gemeinde widerzuspiegeln.

  • Wenn du deine Frau nicht liebst, dann kommunizierst du damit, dass Christus Seine Braut nicht liebt.
  • Wenn du deiner Frau untreu bist, dann sagst du, dass Christus Seiner Braut untreu ist.
  • Wenn du deine Frau nicht beschützt, dann sagst du damit aus, dass Christus Seine Braut nicht beschützt.

Deine Ehe ist ein Fernglas, durch das die Welt Christus sieht.

Daher liebe deine Frau, wie Christus Seine Gemeinde liebt, indem du sie hingebungsvoll, heiligend, nährend und wertschätzend liebst!

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