Kurs halten – gegen den Druck!

Unsere Podcasts findest du auf Spotify, Google Podcasts, iTunes und weiteren Anbietern.
Videos auch auf unserem YouTube-Kanal.

In den letzten beiden Jahren sind wir in der Gemeinde mit bislang unbekanntem Druck konfrontiert worden. Plötzlich hielt der Staat Religionsfreiheit und andere Grundrechte für verhandelbar. Gemeinden, die sich hier den Übergriffen des Staates widersetzten, wurde auch von anderen Christen Radikalisierung und Verletzung der Einheit vorgeworfen.

In den obigen Versen spüren wir förmlich den Druck, mit dem Paulus konfrontiert war. Sie warfen ihm vor, er ginge mit schändlichen Heimlichkeiten, mit Hinterlist und mit Fälschung um. Paulus verteidigt sich gegen diese Vorwürfe vehement und liefert uns gute, tragfähige Gründe, warum wir unter Druck Kurs halten und ausharren können.

Warum werden wir nicht müde? Weil unser Dienst ein Geschenk ist.

In 2. Korinther 4,1 macht Paulus deutlich, dass wir den Dienst aufgrund von Gottes Barmherzigkeit empfangen haben. Paulus war sich bewusst, dass er alles andere verdient hatte, als von Gott als treu erfunden zu werden und solch einen Dienst zu empfangen (1Tim 1,12). Dieses Wissen war für Paulus ein Ansporn, den Dienst gerne zu tun.

Deshalb sagt er auch, dass er vor dem Bösen nicht kapitulieren wird.

Warum werden wir nicht müde? Weil Widerstand normal ist.

Der Grund für die Ablehnung liegt in den Menschen selbst. In 2. Korinther 4,3 schreibt Paulus, dass das Evangelium bei denen, die verloren gehen, verhüllt ist. Sie dienen dem Gott dieser Welt (2Kor 4,4). Das Evangelium selbst ist klar und hell, aber bei den Ungläubigen sind die Sinne verblendet, sodass sie nicht klar denken können. Der Ungläubige kann immer noch denken, aber an der entscheidenden Stelle ist sein Denken blind – er sieht das Evangelium nicht, auch wenn es noch so hell scheint.

Warum werden wir nicht müde? Weil wir eine klare Strategie haben.

In 2. Korinther 4,5 nennt Paulus seine Strategie: »Denn wir verkündigen«. Das ist der einzige Weg, wie die Menschen dazu kommen können, die Herrlichkeit Jesu zu sehen. Keine Bühnenshow, keine Erfahrungsreise und keine rhetorische Rede kann die Verkündigung des Evangeliums ersetzen. Einfache Worte, gesprochen oder geschrieben, das ist die Methode Gottes.

Wichtig ist die Botschaft: »nicht uns selbst, sondern Christus Jesus, dass er der Herr ist« (2Kor 4,5). Paulus hatte keine eigene Agenda, er suchte nicht seinen eigenen Vorteil. Nein, der Inhalt seiner Verkündigung war Jesus Christus. Und zwar Jesus Christus als Herr, unter dessen Herrschaft sich jedes Knie beugen wird (Phil 2,10).

Deshalb ist Jesus die Mitte unserer Verkündigung! Und je näher unsere Verkündigung an Jesus ist, desto näher kommen wir den Menschen, zu denen wir predigen. In 2. Korinther 4,3 sagt Paulus »indem wir die Wahrheit offenbar machen, empfehlen wir uns jedem menschlichen Gewissen«. Wenn du das Evangelium verkündigst, provozierst du selbst das über Jahre abgestumpfte Gewissen.

Gott nämlich macht mit dem Licht des Evangeliums auch das dunkelste, verhärtetste Herz licht: »Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen licht werden lassen« (2Kor 4,6). Genauso, wie er bei der Schöpfung das Licht erschuf, so lässt er auch das Licht des Evangeliums ins sündige Herz scheinen, »damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes«. Wenn Gottes Licht in ein Sünderherz scheint, dann sieht der Sünder die Herrlichkeit Gottes »im Angesicht Jesu Christi«. Am Kreuz ist die Herrlichkeit Gottes am deutlichsten geworden.

Deshalb werden wir nicht müde, uns um die kostbaren Seelen, die Gott uns anvertraut hat, zu kümmern. Weil unser Dienst ein Geschenk ist. Weil Widerstand normal ist. Und weil wir eine klare Strategie haben.

 

Mehr Artikel:

Nachfolgen trotz starkem Gegenwind
hirtenkonferenz22
Johannes Pflaum

Nachfolgen trotz starkem Gegenwind

Lesezeit: 2 Minuten Wohlstand führt zu Verweichlichung – das musste schon die Armee von Hannibal erfahren, nachdem sie den Winter in einem Winterquartier voller Vergnügungen verbracht hatte. Das Gleiche gilt auch für die

Der Heilige Geist
EBTC

Die Lehre vom Heiligen Geist – Benedikt Peters

Lesezeit: < 1 Minute Als Gott sich vorsetzte, zum Preis seiner herrlichen Gnade den gefallenen Menschen zu erlösen, beschloss er, seine Absicht durch zwei große Gaben zu erreichen: durch die Gabe seines Sohnes und

Heiligung
Dale Johnson

Die Wichtigkeit der persönlichen Heiligkeit

Lesezeit: 8 Minuten Kann ich dich dazu ermutigen, für einen Moment zurück zu gehen? Geh einen Schritt zurück! Ich möchte dass, wenn du Gottes Wort hörst, dass dein erster Gedanke ist: „Gott, was willst du mich lehren zu tun? Wozu rufst du mich persönlich auf?“

Gemeindegründung
EBTC

Workshop zum Thema Gemeindegründung

Lesezeit: 4 Minuten Brauchen wir neue Gemeinden? Diese Ausgangsfrage stellte Martin Manten den 21 Männern, die vom 31.03. bis 02.04.2022 in Berlin am ersten von insgesamt drei Workshops zum Thema Gemeindegründung teilnahmen. Jesus

Wenn es deiner Frau schwerfällt, dir zu folgen
Beziehung
Eric Davis

Wenn es deiner Frau schwerfällt, dir zu folgen

Lesezeit: 6 Minuten Einige von uns Ehemännern befinden sich in der oftmals demütigenden und ernüchternden Situation, dass unsere Ehefrauen sich fortwährend damit schwertun, unserer Leitung zu folgen. Es ist wahrscheinlich nicht zu viel gesagt, dass der Mann hieran meistens nicht ganz unschuldig ist.

Leben in der Naherwartung der Wiederkunft Christi
hirtenkonferenz22
Fredy Peter

Leben in der Naherwartung der Wiederkunft Christi

Lesezeit: 2 Minuten Es gibt kaum eine Bibelstelle, die so sehr die Auswirkungen des ersten und zweiten Kommens Christi aufzeigt wie Titus 2,11-14. Große Ankunft »Denn die Gnade Gottes ist erschienen…« (Titus 2,11)