Was sagt die Bibel über den Tod?

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Was sagt die Bibel über den Tod?

Was die Bibel über den Tod sagt

Der Tod ist ein unangenehmes Thema, aber die Schrift lehrt, was die meisten Menschen intuitiv wissen – der Tod ist das Schicksal der menschlichen Wesen. Obwohl alle die brutale Realität des Todes kennen, offenbart allein die Bibel seinen Ursprung, seine Bedeutung und was geschehen muss, damit er besiegt wird. Der Tod ist nicht einfach Nichtexistenz. Die primäre Bedeutung von Tod ist Trennung. So sagt 1. Mose 35,18 von Rahel: »Und es geschah, als ihre Seele ausging (denn sie starb) …« Nach dem Tod lebte ihre Seele weiter, obwohl sie von ihrem Leib getrennt wurde. Die Bibel spricht von drei Arten des Todes.

Der physische Tod

Erstens: Der physische Tod bedeutet das Aufhören des körperlichen Lebens. Wenn entscheidende Organe wie Gehirn oder Herz aufhören zu funktionieren, tritt der physische Tod ein. An diesem Punkt geschieht eine Trennung zwischen dem Leib einer Person und ihrer Seele/ihrem Geist. Jakobus erklärte: »Denn … der Leib ohne Geist [ist] tot« (Jak 2,26). Hinsichtlich des physischen Todes verdeutlicht Prediger 12,7, dass »der Staub [d. h. der Leib] zur Erde zurückkehrt, so wie er gewesen ist, und der Geist zu Gott zurückkehrt, der ihn gegeben hat.«

Der geistliche Tod

Zweitens: Der geistliche Tod bedeutet Entfremdung von Gott. Jemand kann physisch am Leben, aber doch geistlich tot sein. Es ist nämlich so, dass alle Menschen in einen Zustand geistlicher Trennung von Gott hinein empfangen und geboren werden (Ps 51,7). Dies geschieht aufgrund zugerechneter Sünde von Adam und einer von unseren Vorfahren ererbten Sündennatur. Paulus meinte den geistlichen Tod, als er an die Epheser schrieb: »… die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden« (Eph 2,1). Als Paulus von ihrem früheren Zustand sprach, ehe sie in Christus waren, stellte er fest, dass die Epheser damals zwar physisch lebendig, aber geistlich getrennt von Gott gewesen waren.

Der ewige Tod

Drittens: Der ewige Tod ist die Bestrafung und die Verbannung aus Gottes segnender Gegenwart für alle Ewigkeit. Dies widerfährt denen, die physisch sterben, während sie geistlich tot sind. Die Unbußfertigen werden ewige, bewusste Trennung von Gottes segensreicher Gegenwart erfahren (2Thes 1,9). Ihre Bestimmung ist der Feuersee (Offb 21,8). Aber nicht jeder wird den ewigen Tod erfahren: die an Christus glauben, werden ihm entgehen.

Die Ursache für den Tod

Die Schrift lehrt auch noch andere wichtige Wahrheiten über den Tod. Erstens ist die Ursache für den Tod die Sünde. Im Gegensatz zu gängigen Weltanschauungen ist der Tod nicht das Ergebnis natürlicher Prozesse, die angeblich von einem willkürlichen und zufallsbestimmten Universum herstammen. Der Tod geschieht, weil der erste Mensch, Adam, gegen den Schöpfer gesündigt hat. Adam wurde gesagt, er würde sterben, falls er vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen essen sollte (1Mo 2,15–17), und Römer 5,12 erklärt, dass »durch einen Menschen [Adam] die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod.« In ihrem Kern ist die Sünde eine geistliche Sache mit umfassenden und weitreichenden Konsequenzen.

Die Wirklichkeit des Todes

Zweitens ist der Tod wirklich und keine Illusion. Es geschieht eine tatsächliche Trennung des Leibes von der Seele. Obwohl Christen diese Wahrheit anerkennen, leugnen manche Häresien und scheinchristliche Sekten die Wirklichkeit von Krankheit und Tod.

Der Tod ist unnatürlich

Drittens ist der Tod unnatürlich. Gott hat den Menschen nicht geschaffen, damit er sterbe; der Tod war nicht ursprünglicher Teil der Schöpfung (1Mo 1–2). Das ist der Grund, weshalb mit dem Tod in der Bibel oft Trauer und Tränen verbunden sind (1Mo 50,1.3). Jesus weinte um Lazarus mit echten Tränen (Joh 11,35). Der Tod ist ein Riss durch das Leben. Er sollte niemals glorifiziert oder heruntergespielt werden. In dieser gefallenen Welt mag der Tod natürlich scheinen, weil er überall um uns her ist. Aber Gott hat den Menschen nicht geschaffen, um zu sterben, und der Tag kommt, an dem der Tod besiegt sein wird. Im Neuen Himmel und auf der Neuen Erde wird der Tod nicht mehr existieren (Offb 21–22; besonders 21,4). Der Tod ist deshalb ein Eindringling in Gottes Universum, ein Feind, der überwunden werden muss. Im Blick auf Jesu kommende Königsherrschaft erklärte Paulus: »Als letzter Feind wird der Tod weggetan« (1Kor 15,26). Der Apostel Johannes offenbarte in ähnlicher Weise, dass »der Tod … in den Feuersee geworfen« werden wird (Offb 20,14). Der Tod erwartet seine endgültige Vernichtung aufgrund des Werkes Jesu. Der Gläubige kann mit Paulus in den Jubel einstimmen:

»Verschlungen ist der Tod in Sieg.«
»Wo ist, o Tod, dein Sieg?
Wo ist, o Tod, dein Stachel?« (1 Kor 15,54–55)

Der Tod ist real

Viertens ist der Tod in diesem Zeitalter eine unentrinnbare Realität, die uns in die Gegenwart des Schöpfers bringt, wo wir uns vor ihm verantworten müssen. Hebräer 9,27 erklärt: »Es [ist] den Menschen gesetzt …, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.« Der Tod ist nicht ein garantierter Übergang in eine friedliche Nichtexistenz oder ein Nirwana, noch ist der Himmel der automatische Bestimmungsort für alle, die sterben. Für Ungläubige ist der Tod eine furchtbare Sache, und seine allgegenwärtige Nähe sollte zur Buße veranlassen. Im Gleichnis vom törichten Reichen erzählte Jesus von einem reichen Mann, der gierig immer mehr Scheunen, Getreide und Güter erwarb, ohne daran zu denken, seinen Reichtum für Gott zu verwenden. Eines Tages aber sprach »Gott … zu ihm: ›Du Tor! In dieser Nacht fordert man deine Seele von dir; was du aber bereitet hast, für wen wird es sein?‹« (Lk 12,20). Gänzlich unerwartet musste sich der törichte Reiche vor Gott verantworten.

Der Übergang von Leben zum Tod

Fünftens ist der Tod ein Übergang von einer Seinsweise in eine andere. Er ist kein Übergang von Existenz zu Nichtexistenz. Die Gläubigen werden unmittelbar in den Himmel des Zwischenzustands eingehen, wo Gott, der auferstandene Jesus, die Engel und die bisher verstorbenen Gläubigen wohnen (Offb 6,9–11). Der Ungläubige wird in den Hades kommen, ein vorläufiger Aufenthaltsort der Strafe für die Gottlosen (Lk 16,19–31). Wie der Zwischenhimmel und der Hades beschaffen sind, wird weiter unten besprochen werden.

 

Aus »Biblische Lehre«, Kapitel X 2.1.

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