Wen soll ich als Christ daten? Fünf biblische Richtlinien

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Wen als Christ Daten

Die Grundlage: Date als Christ nicht aus Eigennutz

Bevor wir uns ansehen, was die Bibel dazu sagt WEN du daten solltest, müssen wir uns die Grundlage für diese Frage ansehen.

Unternimm nichts aus Eigennutz. Die biblische Grundlage für diesen Ratschlag ist der Brief des Paulus an die Philipper. Neben 1. Mose 2,18 halte ich Philipper 2,3–4 für die wichtigste biblische Richtlinie für das Dating. Zwar schrieb Paulus diesen Brief, um Frieden und Einigkeit in die Gemeinde von Philippi hineinzubringen, doch die Prinzipien, die er darlegt, können genauso angewandt werden, um Frieden und Einigkeit in eine Dating-Beziehung hineinzubringen.

Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst. Jeder schaue nicht auf das Seine, sondern jeder auf das des anderen. (Phil 2,3–4)

Ist das eine gute Beschreibung deiner Dating-Beziehung? Zu oft wird Dating von dem genauen Gegenteil beherrscht. Unsere Motive sind eigennützig und eitel und wir denken in erster Linie an uns selbst, anstatt an die Anliegen, Interessen und Gefühle unseres »Freundes« bzw. unserer »Freundin«.

Ich erinnere mich an eine Situation, als ich in der High-School war, die dies gut veranschaulicht. Jeff war der beste Sportler in meiner Schule. Jana war das hübscheste Mädchen. Die beiden hatten eine klassische High-School-Dating-Beziehung. Sie waren ungefähr ein Jahr zusammen, als Jeff sich entschied, Schluss zu machen. Jeff sagte es Jana während der Mittagspause, als sie gerade vor ihrem Schließfach stand. Natürlich war sie am Boden zerstört. Völlig verheult saß sie danach in den letzten drei Unterrichtsstunden.

Das ist ein Beispiel für Selbstsucht. Der Zeitpunkt für Jeffs Mitteilung war gedanken- und rücksichtslos. Er achtete Jana und ihre Gefühle nicht höher als seine eigenen. Hätte er zuerst an sie gedacht, hätte er ihr seine Entscheidung zu einem Zeitpunkt mitgeteilt, wo ihre Enttäuschung nicht zu einem öffentlichen Spektakel werden konnte.
Wenn du dich fragst, wie du mit irgendeinem Aspekt einer Dating-Beziehung umgehen sollst, ist mein bester Rat an dich: »Tue nichts aus Selbstsucht«.

Vielleicht geht es darum, jemanden zum ersten Mal auszuführen; vielleicht geht es darum, gemeinsame Aktivitäten zu planen; vielleicht geht es darum »Schluss zu machen« – ganz egal, was es auch ist – solange du »nichts aus Selbstsucht« tust, bist du auf einem guten Weg, alles richtig zu machen. Ich möchte dir vier Beispiele geben, die dir eine weitere Hilfe sein können.

Nichts aus Selbstsucht zu tun, wird dir zwar keinen konkreten Anhaltspunkt geben, wo ihr euer Date verbringt, doch es sagt dir, ob du einen Ort wählen solltest, den du magst oder einen Ort, den sie mag.

Nichts aus nichtigem Ehrgeiz zu tun, wird dir zwar keinen konkreten Anhaltspunkt geben, mit wem du ausgehen solltest, doch es sagt dir, dass du mit einem jungen Mann aus eigennützigen Beweggründen ausgehst, wenn es in erster Linie deswegen ist, weil sein Auto und seine Klamotten deine Freundinnen beeindrucken. Du trägst dann nichts zu einer Freundschaft bei, sondern bist nur darum bemüht, dein Image aufzubauen. Das ist nichtiger Ehrgeiz.

Einer achte den anderen höher als sich selbst.

Du hast bestimmt schon einmal eine Beziehung beobachtet, wo das Mädel (beispielsweise) sich so benimmt, als wäre ihr Freund ihr persönliches Eigentum. Sie setzt ihn unter Druck, damit er sein Leben so gestaltet, dass sie im Mittelpunkt steht. Sie achtet ihn nicht höher als sich selbst, sondern hält sich offensichtlich für die wichtigere Person in der Beziehung.

Jeder schaue nicht auf das Seine, sondern jeder auf das des anderen … »Ich brauche dich. Ich liebe dich. Ich kann ohne dich nicht leben.« Wenn ein junger Mann solche Dinge sagt, um damit seine Freundin unter Druck zu setzen, damit sie die Beziehung aufrechterhält, schaut er dann auf das Ihre? Bestimmt nicht. Seine Worte bezeugen, dass er selbst in dieser Beziehung der einzige ist, den er liebt.

Die Anwendungen von Philipper 2,3–4 auf Dating-Beziehungen sind schier endlos. Auf die eine oder andere Weise steuern diese Verse jedes Wort, jede Entscheidung und jede Handlung in eurer Beziehung.

Wenden wir uns nun einer anderen Frage zu: Wen sollest du als Dating-Partner überhaupt in Betracht ziehen? Die Welt legt Wert darauf, wie sie aussieht oder wie begehrenswert er in den Augen deiner Freundinnen ist. Wenn wir das Kameradschaftsprinzip von 1. Mose 2,18 anwenden, können wir all diese Nebensächlichkeiten gleich außen vor lassen. Die eigentlichen Fragen sind: Kann ich ihm oder ihr eine guter Freund bzw. eine gute Freundin sein? Werden wir beide von einer Freundschaft profitieren und diese genießen können?

Lass uns nun fünf wichtige Überlegungen anstellen hinsichtlich der Frage, mit wem wir ausgehen.

1. Wie ist der geistliche Zustand der Person?

Bei der Beantwortung der Frage »Mit wem sollte ich ausgehen?« ist die erste Überlegung, in welchem geistlichen Zustand sich die andere Person befindet. Wenn du Christ bist, ist es unmöglich, eine geistliche und nützliche Beziehung mit jemandem zu haben, der kein Christ ist. In 1. Korinther 7,39 finden wir einen Hinweis, wie man mit solch einer Art von Beziehung umgeht, weil der Vers eine unumstößliche Regel in Bezug auf die Ehe selbst festlegt:

Eine Frau ist durch das Gesetz gebunden, solange ihr Mann lebt; wenn aber ihr Mann entschlafen ist, so ist sie frei, sich zu verheiraten, mit wem sie will; doch nur im Herrn!

Ein Christ soll nur jemanden heiraten, der im Herrn ist. »Aber das bezieht sich doch auf die Ehe«, magst du vielleicht einwenden. Das stimmt, aber warum würdest du überhaupt eine Art von Ehebeziehung mit jemandem anstreben, den zu heiraten, dir Gott von vornherein verbietet? Warum solltest du dich auf diesen Pfad begeben, der im Desaster endet? Warum willst du dich dem emotionalen Schmerz aussetzen, dich später selbst aus dieser Beziehung herausretten zu müssen? Oder noch schlimmer: Du kommst nie zur Vernunft! Dann bist du zu lebenslanger geistlicher Einsamkeit verdammt – und es gibt nichts Einsameres als eine geistlich ungleiche Ehe.

Der Vers 1. Korinther 7,39 und das Kameradschaftsprinzip senden gemeinsam eine klare Botschaft: Als jemand, der an Jesus Christus glaubt, ziehe es noch nicht einmal in Erwägung, mit jemand auszugehen, der kein Christ ist.

Du fragst dich vielleicht: »Woher weiß ich denn, ob jemand ein Christ ist? Wie kann ich wissen, ob ich überhaupt ein Christ bin?« Oftmals gebrauchen wir das Wort »Christ« in kultureller Hinsicht – also Christ im Gegensatz zu Hindu, Muslim oder Jude. Das meine ich aber nicht, wenn ich sage, dass du eine Beziehung, die in eine Ehe münden könnte, nur mit einem anderen Christen anstreben solltest.

Im wahrsten Sinne des Wortes ist mit »Christ« jemand gemeint, der an Jesus Christus glaubt. Damit meine ich keinen vagen, allgemeinen Sonntagsschulglauben. Das Christsein dreht sich um Jesus Christus, den Gott-Menschen, der für Sünder am Kreuz gestorben ist.

Warum hat er das getan? In jenen schrecklichen Stunden körperlicher und geistlicher Qualen nahm Jesus die Strafe der Sünde auf sich, die du und ich eigentlich verdient hätten. Drei Tage später auferweckte Gott Jesus von den Toten, um damit zu bestätigen, dass das, was Christus am Kreuz vollbracht hatte, vollständig und annehmbar war. Warum war das notwendig? Weil Gott heilig und gerecht ist und das Böse nicht ignorieren kann. Deshalb nahm Jesus den ganzen Zorn des Vaters, der sich gegen unser Fehlverhalten richtete, bereitwillig auf sich, obwohl er selbst sündlos war. Ein Christ ist somit jemand, der an Jesus als seinen Stellvertreter glaubt, weil Jesus den Zorn Gottes an seiner Stelle auf sich gezogen hat. Ein Christ ist jemand, der Gottes Vergebung allein auf dieser Grundlage annimmt.

Rettender Glaube heißt, dass man sich Christus als gnädigem Retter und Herrn mit Befehlsgewalt demütig unterordnet:

Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. (Röm 10,9)

Kurzum, wenn das auf dich zutrifft, bist du von Jesus Christus erlöst worden und solltest nur mit jemandem befreundet sein oder jemanden heiraten, der ebenfalls einen echten, sich Christus unterordnenden Glauben hat.

2. Auf welchem Niveau befindet sich das geistliche Interesse der Person?

Eine Dating-Beziehung mit einem Ungläubigen ist also klar ausgeschlossen, doch das Kameradschaftsprinzip warnt dich auch vor etwas anderem: Nimm dich davor in Acht, mit jemandem auszugehen, der zwar bekennender Christ ist, aber an geistlichen Dingen merklich weniger interessiert ist als du selbst.

Kameradschaft bedeutet, dass man gemeinsame Interessen verfolgt, insbesondere eine gemeinsame Liebe für Jesus Christus hat. Wenn die Person, für die du dich interessierst, zwar ein bekennender Christ ist, aber in ihrem geistlichen Interesse und geistlicher Verbindlichkeit hinterherhinkt, solltest du die Sache lieber überdenken. Du wirst mit dieser Person niemals zu wahrer Kameradschaft gelangen können.

Eine Bekannte sagte mir einmal: »Ich liebe Jim zwar und möchte ihn gerne heiraten, doch er ist in unserer Beziehung einfach nicht der geistliche Leiter, der er sein sollte. Ich glaube, dass er wiedergeboren ist, aber er hat nicht denselben Eifer wie ich, was Christus, Gottes Wort und Gemeindemitarbeit anbelangt. Wenn ich ihn heirate, werde ich geistlich schrumpfen.«

Das Problem war so offensichtlich, dass meine Bekannte bereit war, die Beziehung mit Jim ein für alle Mal zu beenden. Sie war weise. Jemanden zu heiraten, der wenig oder kein geistliches Interesse hat, wird dazu führen, dass deine eigene geistliche Vitalität austrocknet. Ungeachtet dessen, was sonst noch in einer Beziehung wünschenswert sein könnte, lass dich niemals auf eine zweitklassige geistliche Kameradschaft ein.

3. Ist die Person ein Narr?

Wenn du eine Art von Ehebeziehung mit einem Narren eingehst, bist du von vornherein dazu verurteilt, Elend und Schaden zu erleiden:

Der Umgang mit den Weisen macht weise, wer sich aber mit Narren einlässt, dem geht es schlecht. (Spr 13,20)

Doch wie kannst du in Erfahrung bringen, ob die Person, für die du dich interessierst, jemand ist, den Gott als Narr bezeichnen würde? Die folgenden Verse sind dabei hilfreich:

  • Wer Hass verbirgt, hat Lügenlippen, und wer Verleumdungen austrägt, ist ein Tor (Spr 10,18).
    Ein Tor bzw. Narr lügt und verbreitet Verleumdungen, sagt Dinge, die unwahr sind oder anderen wehtun, um sich selbst zu schützen oder um anderen eins auszuwischen. Wenn die Person, für die du dich interessierst, eine gespaltene oder spitze Zunge hat, streiche sie sofort von deiner Liste.
  • Der Weg des Narren ist richtig in seinen Augen, aber ein Weiser hört auf guten Rat (Spr 12,15).
    Der Narr ist eingebildet und meint, immer Recht zu haben. Folglich weigert sich so jemand, Korrektur anzunehmen. Wer möchte schon eine Beziehung mit jemandem eingehen, der sich weigert zuzugeben, dass er Unrecht hat?
  • Ein weiser Sohn macht seinem Vater Freude, ein dummer Mensch aber verachtet seine Mutter (Spr 15,20).
    Narren haben oft eine schlechte Beziehung zu ihren Eltern. Wenn jemand mit seinen Eltern oder über seine Eltern respektlos redet (oder sie sonst schlecht behandelt), halte dich fern von ihm. Wie diese Person ihre Eltern behandelt, zeigt, wie sie dich einmal behandeln wird, sobald die anfängliche Fassade der Höflichkeit in eurer Dating-Beziehung gefallen ist.
  • Die Reden des Toren stiften Streit, und er schimpft, bis er Schläge kriegt (Spr 18,6).
    Hast du evtl. gemerkt, dass die Konflikte mit deiner Familie und mit deinen Freunden zugenommen haben, seitdem du mit jemandem befreundet bist? Ist diese Person oft der Auslöser für diese Konflikte? Es könnte sein, dass du mit einem Narren zusammen bist, denn Narren umgeben sich ständig mit einem Wirbelwind von Zwietracht.
  • Der Tor faltet seine Hände und verzehrt sein eigenes Fleisch (Pred 4,5).
    Der Ausdruck »faltet seine Hände« stellt eine Verbindung zum Faulpelz im Buch der Sprüche her (6,6–11; 24,30–34). Wenn ein Kerl noch nie einen Job hatte, seinen Verantwortlichkeiten nicht nachkommt oder vor der Ehe nicht konsequent einer Arbeit nachgeht, wird er es auch nicht tun, wenn er verheiratet ist. Lediglich den Mittelgang in der Gemeinde abzuschreiten, das Jawort zu murmeln und den Mittelgang wieder zurückzuschreiten, wird den Charakter einer Person nicht verändern.
  • Abzulassen vom Streit ist für den Mann eine Ehre, jeder Narr aber stürzt sich hinein (Spr 20,3).
    Ein Narr bricht oft Streit vom Zaun. Warum würdest du dir solch einen Partner wünschen?
  • Ein Tor lässt all seinem Unmut freien Lauf, aber ein Weiser hält ihn zurück (Spr 29,11).
    Mach dir nichts vor. Letztendlich wirst du zur Zielscheibe des Zorns deines Freundes oder deiner Freundin werden.
    Lass dich nicht von einigen der Stärken, die die Person vielleicht haben mag, so sehr blenden, dass du nicht merkst, dass es der Person an aufrichtiger Verbindlichkeit zu Jesus Christus fehlt. Wenn du merken solltest, dass du immer wieder das Verhalten deines Freundes bzw. deiner Freundin entschuldigen musst, könnte es damit zu tun haben, dass die Person ein Narr ist. Nenne Sünde beim Namen und mache Schluss mit der Beziehung. Kurzum, folge der Anleitung Salomos:
    Geh weg von dem dummen Menschen! Du hörst doch nichts Gescheites von ihm. (Spr 14,7)

4. Bin ich alt genug?

»Wann kann ich mit dem Dating anfangen?« Nun, das ist eine Frage, die oft Kontroversen auslöst! Je nachdem, ob man einen Teenager oder dessen Eltern fragt, lautet die Antwort entweder »dreizehn« oder »neununddreißig«.

Fangen wir mit jungen Erwachsenen an. Vielleicht ist es dir nicht bewusst, aber es gibt da einen Vers in der Bibel, der dir genau sagt, wann du mit dem Dating anfangen darfst. Dieser Vers legt den Zeitpunkt bis auf den Tag genau fest. Das nimmt uns einiges an Druck, nicht wahr? Keine Meinungsverschiedenheiten mit Papa und Mama mehr – wir lassen einfach das stehen, was die Bibel uns sagt. Bist du bereit? Hier ist der Vers:

Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht. ›Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren‹. (Eph 6,1–2a)

Okay, jetzt hasst du mich. Ist mir schon klar! Aber immerhin steht es da. Für einen jungen Erwachsenen ist die Angelegenheit recht einfach: Ehre das, was deine Eltern entscheiden. Sie sind deine gottgeschenkten Beschützer, um dich vor der Torheit zu bewahren, die sich in deinem Herzen befindet. Du kannst froh sein, dass sie auf dich aufpassen.

Für Eltern ist die Angelegenheit etwas komplexer. Es gibt keinen Bibelvers, der besagt, wann es einer jungen erwachsenen Person erlaubt werden sollte, eine Freundschaft einzugehen. Doch es gibt keinen Grund zur Verzweiflung. Wenn man sich über den rechten Zeitpunkt im Zweifel ist, sollte man einfach zu 1. Mose 2,18 und dem Kameradschaftsprinzip zurückkehren. Wenn man das Herumgefummele und das Herumgeknutsche und das emotionale Bungee-Jumping mal gleich von vornherein ausschließt, gibt es etwas daran auszusetzen, dass dein Kind Freundschaften mit jenen Mitgliedern des anderen Geschlechts pflegt, die geistlich lebendig sind? Ich glaube nicht. Du wirst jedoch deinem Sohn oder deiner Tochter helfen müssen zu verstehen, was Freundschaft beinhaltet. Du wirst ihm oder ihr beistehen müssen, damit er oder sie nicht in ihren Gefühlen ertrinkt. Du musst eine Atmosphäre schaffen, wo es keine Gelegenheit gibt, sich körperlich aufeinander einzulassen.

Es ist die Verantwortung der Eltern, ihre Kinder so zu erziehen, dass sie darauf vorbereitet werden, »Vater und […] Mutter [zu] verlassen«, um eine Ehebeziehung einzugehen (1Mo 2,24). Falls du Vater oder Mutter bist, solltest du deshalb fleißig darum bemüht sein, deinen Kindern beizubringen, was eine gottesfürchtige Freundschaft beinhaltet.

Vielleicht entscheidest du dich dafür, deinen Kindern nie zu gestatten, Dating-Beziehungen einzugehen, wie die Welt sie versteht, während sie noch zuhause wohnen. Doch du musst ihnen beibringen, Kameradschaft wertzuschätzen und emotionale sowie körperliche Fallgruben in ihrer Freundschaft mit dem anderen Geschlecht zu vermeiden.

5. Wovon werden wir leben?

»Nur von Liebe kannst du nicht leben!« Wie viele junge Paare, die heiraten wollen, haben wohl diese Aussage schon gehört? Das veranlasst zwar das Brautpaar in spe, mit den Zähnen zu knirschen, doch die Finanzen sind eine legitime Angelegenheit – nicht nur im Hinblick auf die Ehe, sondern auch im Hinblick auf das Dating. Es schmerzt einen mitanzusehen, wie Sechzehnjährige aneinander herumhängen wie Frischvermählte.

Ein Sechszehnjähriger ist nicht in der Lage, eine Familie zu ernähren, deshalb hat die Beziehung keine wirkliche Perspektive. Es ist töricht, eine Beziehung emotional und körperlich an die Schwelle der Ehe zu bringen, wenn die Ehe finanziell überhaupt nicht denkbar ist.

Ich meine damit nicht, dass du unbedingt ein Auto oder ein Haus besitzen musst oder deine Karriere fertig geplant und in Angriff genommen hast, bevor du über die Ehe nachdenkst. Ich glaube allerdings, dass du als junger Mann in der Lage sein sollte, mit einem realistischen Mindesteinkommen aufzuwarten, solange du eine ernsthafte Beziehung anstrebst, die in die Ehe münden könnte, sonst befindest du dich am Ende in einer Beziehung mit einem hohen Maß an Intimität, die aber noch nicht legitim ausgelebt werden kann. Wer möchte schon mit dieser Art von Frustration leben?

Es ist viel weiser, diese Beziehung auf der Freundschaftsebene zu belassen, bis die Ehe finanziell realistisch wird. Wenn du noch studierst, bedeutet das vielleicht, dass du eine reine Freundschaft pflegst, bis du mit dem Studium fertig bist. Es kann aber auch bedeuten, dass du dein Leben so umgestaltest, dass es dir möglich ist zu heiraten, zu arbeiten und die Bedürfnisse deiner Familie zu erfüllen und gleichzeitig ein Teilzeitstudium zu absolvieren.

Diese zweite Option widerstrebt zwar dem Denken unserer Kultur, doch ich finde es nicht besonders biblisch, dass man die Ehe endlos aufschiebt, nur um davor erst noch alle möglichen Bildungs- und Karriereziele verwirklichen zu müssen. 1. Mose 2,18 sagt nichts über einen Bildungsabschluss oder eine berufliche Laufbahn, sondern macht vielmehr deutlich, dass diejenigen, die Gott mit dem Geschenk der Ehe betraut hat, in der Regel besser zurechtkommen, wenn sie auch verheiratet sind.

 

Dieser Artikel ist aus dem Buch Dating? Kein Plan. von Joel James. Das Buch hat 77 Seiten und behandelt die Punkte »Was man beim Dating tun und lassen sollte«, »Das Prinzip der Kameradschaft«, »Wo, was, wann und wen?« und »Reinheit und Dating«. Ausserdem werden praktische Schritte in der Anwendung aufgezeigt.

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